StarCraft II: Wings of Liberty - Bei uns im Test

1998 veröffentlichte Blizzard Entertainment mit StarCraft ein Strategiespiel, dass sich bis heute größter Beliebtheit erfreut. Vor Jahren wurde mit StarCraft II: Wings of Liberty...

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North & South - Pirates

1816 bis 1865 tobte die letzte große Schlacht in den Vereinigten Staaten von Amerika. Die Südstaaten kapselten sich aufgrund von Streitigkeiten vom Rest der Union ab und bildeten fortan die konföderierten Staaten. Die Union blockierte daraufhin mit ihrer Flotte sämtliche konföderierten Häfen, um die Südstaaten wirtschaftlich in den Ruin zu treiben. Daraufhin ließen sich die konföderierten Staaten etwas einfallen: Sie verteilte Freibeuterbriefe und rief so eine eigene Piratenflotte ins Leben, um sich der Blockade durch die Unions-Schiffe zu entledigen. Viele Kapitäne nahmen den Freibeuterbrief dankend entgegen – so brach die letzte Renaissance der Piraterie an.

Im Action-Rollenspiel North & South – Pirates schlüpft der Spieler in die Rolle von Kapitän Abraham Gray, der die Zickerei der Nord- und Südstaaten ausnutzt. Der Spieler kann wählen, ob er als Pirat unter der Flagge der konföderierten Truppen segeln will, oder ob er lieber als Agent der Unionsmarine die Karibik und den Golf von Mexiko unsicher machen soll – oder ob er einen Mittelweg einschlagen will. Von Mission zu Mission kann der Spieler wählen, auf wessen Seite er sich stellt – das Ziel der Mission entscheidet darüber.

Die Helden der See

Einziges Fortbewegungsmittel außerhalb von Städten ist das Schiff; mit seinem eigenen Kahn macht sich der Spieler auf von Hafenstadt zu Hafenstadt, um Aufgaben zu erhalten. Dabei unterscheidet das Action-Rollenspiel zwischen verschiedenen Arten von Schiffen: Segelschiffen, Dampfschiffen und schweren Panzerschiffen. Letztere stehen allerdings erst spät im Spielverlauf zur Verfügung. Zudem gibt es verschiedene Arten von Seglern und Dampfschiffen, die sich vor allem im Mastanzahl und Kesselgröße unterscheiden – und somit schlussendlich in der Geschwindigkeit. Aber auch in Sachen Panzerung und Bordbewaffnung.

Kapitän Abraham Gray mit seinem Dampfschiff auf hoher See

Auf offener See kann der Spieler andere Schiffe angreifen; im Verlauf von Missionen kommt es ebenfalls des Öfteren vor. Das Spiel schaltet dann in eine Kampfansicht, in der der Spieler sein Schiff aus der Verfolgerperspektive selbst steuern und mit der Maus das feindliche Schiff anvisieren muss. Dabei kann Abraham zwischen verschiedenen Waffen wählen: Den Bordkanonen, schweren Raketen oder Gatling-Maschinengewehren. Die beiden zuletzt genannten Waffen werden auf den Schiffen an speziellen Halterungen befestigt; die Größe des Schiffes bestimmt über die Halterungen-Anzahl. In Häfen kann der Spieler diese Waffen erwerben und bei Bedarf auch aufrüsten. Ist das feindliche Schiff zur Genüge beschädigt kann der Spieler entscheiden: Will er das Schiff völlig versenken oder er im Enterkampf gewinnen und gewinnbringend versteigern?

Alles klar zum Entern

Die Enterkämpfe laufen immer nach dem gleichen Schema ab. Der Spieler muss nah an das feindliche Schiff heranmanövrieren, um an Bord gehen zu können. Dann wird der Kahn der Widersacher nach und nach eingenommen. In der Verfolgerperspektive findet sich der Spieler nun auf Deck des Feindschiffes wieder und muss sich auf drei verschiedenen Teilen des Schiffes gegen anströmende Feinde mit Säbel und Pistole oder Gewehr erwähren. Dabei spielt sich North & South – Pirates wie ein reinrassiges Action-Spiel. Blutig metzelt Abraham die Feinde nieder, trennt ihnen Gliedmaße oder Kopf mit gezielten Schlägen oder Schüssen ab. Die Deckabschnitte sind nach geschlagener Schlacht blutrot.

Die Lauferei durch die vielen Städte wird schnell nervig und frustrierend

Als vierte und letzte Stufe beim Entervorgang wartet zu guter Letzt ein Bossgegner: Der Kapitän des feindlichen Kahns. Nun wechselt das Spiel von der Verfolgerperspektive in die Seitenansicht. Ab sofort kommt es darauf an, den Feind mit gezielten Schlägen unter oder über der Deckung zu erwischen. Die Bosskämpfe enden jedoch meist in einem einfachen Decken-Schlagen Gefecht, wobei Treffer mehr mit Glück als mit Taktik zu tun haben. Außerdem habe sich die Entwickler in Sachen Feindkapitän nur wenig arbeit gemacht: Sage und schreibe drei verschiedene Modelle gibt es, die sich ständig wiederholen. Ist der feindliche Kapitän schließlich besiegt gehört das Schiff mit allem Hab und gut dem Spieler – und er kann nach seinen Wünschen damit verfahren. Er kann es weiter nutzen, plündern und versenken oder durch eine Auktion Gewinnbringend verkaufen. Die Auktion ist dabei die eindeutig beste Verfahrensweise.

 

Drucken | review | 16.04.2007, 21:45 | Tim Ahlert
  
Infoleiste

Hersteller
 Atari
Vertrieb
 Atari
Erscheinungstermin
 März 2007
Plattform
 PC
Kategorie/Genre
 Action-Adventure


Tops & Flops
gelungene Kämpfe
schicke Effekte
viele Schiff-Upgrades
Spezial-Kombos
grafisch veraltet
keine Sprach-Vertonung
teils sehr schwer
Story-Möglichkeiten ungenutzt

System-Vorraussetzungen
Minimal
1,8 GHZ Pentium / Athlon
512 MB RAM
128 MB Grafikkarte
2 GB Festplattenspeicher

Optimal
3 GHZ Pentium / Athlon
1024 MB RAM
256 MB Grafikkarte
2 GB Festplattenspeicher

Bewertungen
Grafik
70%
Sound
68%
Steuerung
64%
Atmosphäre
68%
Motivation
65%
Gesamtwertung: 67%

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