StarCraft II: Wings of Liberty - Bei uns im Test

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Wanted: Weapons of Fate


Wie der Vater so der Sohn

Die beschrieben Stelle im Flugzeug verrät es bereits, Wesley ist nicht der einzige spielbare Charakter in Wanted: Weapons of Fate. Zudem schlüpft der Spieler in die Rolle von Cross, Wesleys Vater. Diese Abschnitte spielen vor der Handlung des Kinofilms, sind vom Gameplay aber identisch. Vater und Sohn verfügen über die gleichen Fähigkeiten, sind beide extrem geübt im Umgang mit der Waffe, rutschen und hechten von Deckung zu Deckung und wirbeln Kurvenkugeln durch die Luft. Ansonsten unterscheiden sich die beiden Charaktere anfänglich nur durch Kleidung und Waffen, aber Wesley gleicht sich immer mehr seinem Vater an.

 

Zwischenzeitlich steuert der Spieler auch Wesleys Vater Cross


Ab und an haben die Entwickler Missionen eingeschoben, in denen der Spieler nicht zu Fuß unterwegs ist. Hinter einem stationären MG oder mit einem Scharfschützengewehr ausgestattet werden anstürmende Gegner aus dem Weg geräumt. So muss Cross etwa Wesleys Mutter mit Kind im Arm durch die Straßen einer französischen Kleinstadt bugsieren, ohne das Mutter und Kind auch nur ein Haar gekrümmt wird. Das ist auch nicht weiter schwer, denn die Bruderschaft hat es nur auf Cross abgesehen, an Mutter und Kind laufen sie aus nächster Nähe vorbei ohne sie auch nur eines Blickes, geschweige denn einer Kugel zu würden.

Schießen, decken, schießen, decken

Wanted: Weapons of Fate bietet ein schnelles, aber auf Dauer auch recht eintöniges Gameplay. Schuld daran ist die Ausrichtung des Actionspiels auf die Nutzung jeglicher Deckungsmöglichkeiten, da sonst der sichere Tod droht. Egal ob an Bord des Flugzeuges, auf den Dächern von Chicago oder in einer Seilbahnstation weit oben in den Bergen, das Gameplay ist immer gleich. Immer schnell, immer stylisch, aber auch immer gleich. Erschwerend kommt hinzu dass das Spiel ohnehin nach fünf Stunden vorbei ist. Glücklicherweise gibt es viele frei zuschaltende Extras und Boni, die zum nochmaligen Spielen einladen. Außerdem wurde die deutsche Version des Spiels sehr stark gekürzt, von der typischen Brutalität des Wanted-Universums geht eine Menge verloren.

 

Gegner lassen sich auch im Nahkampf ausschalten


Das Actionspiel wird von der gleichen Grafikengine befeuert, die auch schon Ghost Recon Advanced Warfighter 2 antrieb - deutlich verbessert natürlich. Die Charaktere sind den Schauspielern den Films wie aus dem Gesicht geschnitten, die Chicagoer Bruderschaft wurde ebenfalls nachgebaut. Ansonsten besticht Wanted: Weapons of Fate vor allem durch schicke Effekte und einen dreckigen, derben aber sehr coolen Stil, der vom Film übernommen wurde. Ebenso wie die musikalische Untermalung, die noch mehr Geschwindigkeit ins Spiel bringt. Eine deutsche Sprachausgabe hat das Spiel nicht, dafür liefern die englischen Sprechern eine erstklassige Arbeit ab.

Fazit:
Lieber ein kurzes und intensives Vergnügen als ein langes und langweiliges; ein Satz wie geschaffen für Wanted: Weapons of Fate. Die Action ist schnell und super inszeniert und macht dank des tollen Deckungsystems und den Kurvenkugeln eine Menge Spaß. Auf Dauer aber nutzt sich das Gameplay von Wanted: Weapons of Fate stark ab - und hier wird das Spiel von seiner recht kurzen Spielzeit gerettet. Nach vier bis fünf Stunden ist alles vorbei und der französische Oberbösewicht besiegt - gerade noch pünktlich bevor die Motivation flöten geht. Unterm Strich ist Wanted: Weapons of Fate ein stilvolles Actionspiel und für Liebhaber des Films zu empfehlen, die mehr über Wesley, seinen Vater und seine Mutter erfahren möchte. Allen anderen könnten Probleme haben, die Zusammenhänge zu verstehen.

 

Drucken | review | 06.05.2009, 18:39 | Tim Ahlert
  
Infoleiste

Hersteller
Vertrieb
Plattform
 PC
Kategorie/Genre
 3D-Action


Tops & Flops
schnelle Action
dreckiger Stil
Kurvenkugeln
derber Humor
zwei Charaktere
kurze Spielzeit
wenig Abwechselung
Filmkenntnis nötig

System-Vorraussetzungen
Minimal
Intel Core 2 Duo Prozessor
1024 MB RAM
256 MB Grafikkarte
8 GB Festplattenspeicher

Optimal
Intel Core 2 Duo Prozessor
2048 MB RAM
512 MB Grafikkarte
8 GB Festplattenspeicher

Bewertungen
Grafik
80%
Sound
80%
Steuerung
75%
Atmosphäre
70%
Motivation
70%
Gesamtwertung: 75%

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