Der Blitz-Modus bietet gegenüber den klassischen Partien einige weitere Änderungen. Ein Sanitäter wird hinzugekauft, der sich fortan um die zu Boden gegangenen Spieler aus den eigenen Reihen kümmert. Alternativ können auch die Schiedsrichter mit Geschenken bestochen werden, die dann wohlwollend über das eine oder andere Foul hinwegsehen. Oder der Spieler heuert Cheerleader an, die mit Vollbart und Bierkrug (Zwerge) oder kurzem Röckchen (Elfen) die grölende Meute auf der Zuschauertribüne anheizen und so dafür sorgen, dass zur Unterstützung der eigenen Mannschaft Magie eingesetzt werden kann.
| |
 |
|
Die Stadien sind unterschiedlich in Szene gesetzt
|
All das gibt es natürlich nicht umsonst, hübsche Frauen mit kurzen Röcken arbeiten auch im Warhammer Universum nicht umsonst - aber auch Bestechungsgeschenke für die Schiedsrichter wollen bezahlt werden. In der Kampagne fließt das nötige Geld durch Siege in die Vereinstaschen. Zudem sammeln die eigenen Mannen Erfahrung und steigen Stufenweise auf. Der Spieler kümmert sich als Manager außerdem nicht nur um den Spielplan und die Aufstellung, sondern auch darum neue Spieler einzukaufen oder Alte zu verkaufen und durch Sponsorenverträge Geld zu sichern.
Blood Bowl lässt sich natürlich auch mit mehreren Spieler austragen. Wer sich in einer Online-Liga mit 60 gegnerischen Mannschaften um die Blood Bowl Krone prügeln möchte kann das nach einer Aktivierung tun - Blood Bowl funktioniert dann prinzipiell wie im Blitz-Modus. Alterativ lässt das Spiel auch Zweier-Partien über Netzwerk und Internet zu, zudem gibt es einen Hotseat Modus. Aber Einzel- und Mehrspieler-Modus leiden unter mangelnder Abwechslung: Nach knapp Stunden hat man online als auch offline so gut wie alles gesehen - wenn das Angriffs- und Abwehr-Hin und Her auch Spaß macht.
| |
 |
|
Cheerleader heizen dem Publikum ein
|
Außerdem sind die Matches schön anzuschauen. Die Sportler sind allesamt detailliert in Szene gesetzt und bewegen sich mit allerlei Animationen über die Spielfelder verschiedener Stadien - schließlich nennt jedes der acht Völker ein Stadion sein eigen. Allerdings lassen die Texturen aus der Nähe etwas zu wünschen übrig - ebenso wie die Einwürfe der Kommentatoren auf lange Zeit gesehen. Die Kommentare sind zwar lustig, wiederholen sich aber viel zu schnell - für Atmosphäre sorgen sie aber allemal. Ebenso wie die kraftvolle Untermalung der Partien und der gelungene Soundtrack.
Die materialistische Warhammer Ausgabe von American Football macht Laune: Acht Mannschaften schlagen sich auf dem Feld gegenseitig die Köpfe ein - im fordernden rundenbasierten oder schnellen Echtzeit-Modus. In der Kampagne bauen Spieler ihr eigenes Team auf, schmieren Schiedsrichter, heuern Cheerleader an und stocken das eigene Team auf. Wer von den computergesteuerten Gegnern die Nase voll hat darf sich in einer Online-Liga mit 60 weiteren Mannschaften herumschlagen oder über Internet und Netzwerk Zweier-Matches austragen. Ob nun allein oder mir mehreren Spieler - das Problem von Blood Bowl ist das gleiche: Es mangelt an Abwechslung!
Drucken | review | 23.07.2009, 17:30 |
Tim Ahlert