Nathan Spencer wurde verarscht. Schlicht weg verarscht. Als sich die Welt am Abgrund befand musste er sie retten - doch wie dankte man es ihm? Er wurde als Gefahr eingestuft, verstoßen und in eine winzige Gefängniszelle gesperrt. Jahre später ist die Welt erneut in Gefahr - und erneut ist Nathan Spencer die einzige Hoffnung. Zwar liegt die Welt schon in Schutt und Asche, doch viel Schlimmeres könnte noch geschehen. So wird Spencer begnadigt, sein Todesurteil aufgehoben und direkt an die Front geschickt. Widerwillig zwar, aber was hat er schon für eine Alternative? Schließlich hängt nicht nur sein Leben davon ab...

Das ganze hört sich mehr oder weniger nach einer 08/15 Story an? Ist es auch. Ein paar böse Buben spielen mit dem Feuer und Feuerwehrmann Nathan Spencer kommt angeschwungen um das Schlimmste zu verhindern und die Welt zu retten. Dabei hat das Actionspiel ein schweres Erbe zu stemmen, dass dem einen oder anderen Spieler schon beim Titel ins Gedächtnis zurück gerufen werden dürfte. Denn vor über 20 Jahren - genauer gesagt anno 1988 - war Nathan Spencer schon einmal zwecks Weltenrettung unterwegs. Aber schafft er den Schwung in die "Moderne"?
Spencer ist ein bionischer Soldat - einer der letzten seiner Gattung auf der Erde. Klipp und klar zu erkennen an dem mechanischen linken Arm, der ihm allerlei Vorteile bringt. Sofern er denn an seinem Körper baumelt, denn während der Gefangenschaft musste sich Spencer mit dem rechten Arm begnügen. Nach einem kurzen Einführungslevel Arm und Herrchen jedoch wieder vereint und Nathan Spencer kann schon bald in allerbester Primatenmanier durch die verfallenen Schluchten von Ascension City schwingen, die allerdings allerlei radioaktive und bewaffnete Überraschungen parat halten.
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Nathan Spencer in seinem Element
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Das Herzstück von Bionic Commando ist der bionische Arm. Denn er verfügt über einen Greifarm, der in nahezu jedes Material gerammt werden kann, um Halt zu finden. So schwingt sich Spencer blitzschnell von Straßenschild zu Laterne zu Werbetafel und von dort auf ein nahes Hausdach. Dort offenbart der Arm eine weitere positive Eigenschaft: Er ist zudem eine vortreffliche Waffe. Nathan greift sich einen nahen Gegner und hält ihn fest um ihn wenig später mit einem Sprungtritt tödlich vom Hausdach zu schleudern. Aber in den bionischen Sehnen des mechanischen Armes schlummern noch viel größere Kräfte.
Im Laufe des Spiels lernt Nathan Spencer sein mechanisches Gliedmaß noch effektiver einzusetzen. Autos werden angehoben und auf Gegner geworfen, ebenso können sie mit Hilfe des Greifarms geschleudert werden. Sollte es einmal aus nächster Nähe zur Sache gehen kann der Spieler seinem feindlich gesonnenen Gegenüber auch einen bionischen Kinnharken verpassen - ebenfalls ein probates Mittel. Bevor der Arm im Nahkampf zum Einsatz kommt sollte man aber tunlichst zur Waffe greifen, denn Spencer wird von Auftraggeber Super Joe auch mit Waffen verschiedenen Kalibers ausgestattet.
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Nathan stürzt sich mit Schwung in ein Drohnenfeld
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Sein ständiger Belgleiter ist eine mäßig effektive Nagelpistole, stärkere Waffen wie Schrotflinte, Maschinengewehr, Raketenwerfer oder Scharfschützengewehr werden von Super Joe per Rakete vorbeigeschickt. Allerdings herrscht für so gut wie jeden Schießprügel stete Munitionsarmut, denn der Nachschub für die Waffen ist rar gesät. Besonders die Munition für die vom Auftraggeber gelieferten Waffen geht schnell zur Neige - nur vor Bosskämpfen schickt er Nachschub vorbei. Neben der Pistole darf Spencer eine Waffe größeren Kalibers bei sich tragen, deren Durchschlagskraft mit der Stärke der Gegner wächst.
Drucken | review | 03.08.2009, 21:22 |
Tim Ahlert