Der Kampf auf dem Wasser im Zweiten Weltkrieg wurde nicht nur mit großen Zerstörern und Flugzeugträgern ausgefochten, da sehr groß und schwer waren die Stahlkolosse nicht gerade ein Paradebeispiel in Sachen Agilität. So wurde kleine, wendige und vor allem schnelle Boote als Begleitschutz mitgeschickt. Diese PT Boats (Patrol Torpedo Boats) waren mit MG und Torpedos ausgestattet und konnten so auch an Zerstörern oder Flugzeugträgern großen Schaden anrichten, waren aber für die großkalibrigen Geschütze so gut wie nicht erreichbar.

PT Boats: Knights of the Sea stellt die wendigen Kampfboote in den Mittelpunkt. Auf deutscher, britischer oder sowjetischer Seite gilt es insgesamt 25 Missionen zu absolvieren, die sich in fünf Episoden plus Routineaufgaben und eine Bonusepisode unterteilen. Das Spiel ist eine Simulation, der Spieler kann sein PT Boat selbst steuern und auch die Geschütze selbst bemannen. Alternativ gibt es aber auch einen strategischen Spielmodus, in dem Spieler nicht nur ihr eigenes Boot navigieren, sondern auch andere Schiffe befehligen können. Zwischen den beiden Modi kann jederzeit umgeschaltet werden.
Auch wenn im strategischen Spielmodus Zerstörer und andere PT Boats per Mausklick gesteuert werden dürfen gibt es zur eigenen Metall-Nussschalte einen großen Unterschied: Alle weiteren Schiffe dürfen nicht bemannt werden, im Simulationsmodus steuern und feuern sie selbstständig. Auf einer Karte legen Hobby-Kapitäne die Route über das Wasser fest und setzen Wegpunkte für den eigenen Verbund. Taucht der Feind auf der Bildfläche auf geht es ihm - navigiert per Mausklick - an den virtuellen Kragen, alle eigenen Schiffe feuern aus allen Rohren bis Feindampfer und Besatzung bei den Fischen schlafen.
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Mit einem PT Boat geht es über den Ozean
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Im Simulationsmodus spielt sich BT Boats: Knights of the Sea deutlich actionreicher. Spieler lenken ihr eigenes Boot selbst, sorgen für geladene Torpedo-Schächte oder bemannen selbst das MG und feuern auf feindliche Schiffe und Flugzeuge. Mit an Bord ist ein zweiter Kapitän, außerdem einige Matrosen. Diese werden im Gefecht verwundet und gehen bei Zusammenstößen über Bord, das Schiff ist in verschiedenen Trefferzonen unterteilt. Hülle oder Motor können getroffen werden, Funk oder Radar können ausfallen was sich entsprechend auf das Interface des Spiels auswirkt.
Die verschiedenen Aufgaben, die für die verschiedenen Parteien mit entsprechend anderen PT Boats ausgeführt werden müssen beinhalten verschiedene Ziele: Angriff auf Feindformationen, Verteidigung eigener Schiffe, Konvoi-Angriffe oder Aufklärungsmissionen - angesiedelt auf der Weser, in der Nordsee oder in der Baltischen See. Im Grunde ist der Verlauf aber immer der selbe: Mit vollem Tempo geht's über den Ozean, Schiffe tauchen am Horizont auf, die mit dem Fernglas als Feindschiffe erkannt werden. Die Gefechtsstationen werden klar gemacht die Scharmützel auf offener See nehmen ihren Lauf.
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Nach und nach werden verschiedene Boote gesteuert
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Bis dieser Lauf beginnt kann es aber einige Minuten dauern. Der Ozean ist bekanntlich weit, und da kommt man nicht in fünf Minuten von A nach B. So kann es gut und gerne 20 Minuten dauern bis die Strecke vom Startpunkt zum Feind zurückgelegt ist. Ein wenig Abhilfe bringt der Zeitraffer, der das Geschehen in doppelter oder vierfacher Geschwindigkeit ablaufen lässt. Trotzdem, die Zeit die verstreicht, bis man am Ziel angekommen ist, ist eindeutig zu lang. In der Zwischenzeit kann man sich einen weiteren Zeitvertreib suchen - wie Wellen- oder Wolkenzählen.
Drucken | review | 17.09.2009, 23:44 |
Tim Ahlert