Irgendwo zwischen Russland und Japan liegt die 220 km² große Insel Skira. Ein ehr unscheinbares Eiland voller Wälder und Grünflächen. Skira aber auf eine bewegte Vergangenheit voller Eroberungen und Rückeroberungen zurückblicken - und die Zeit der Kriege auf der Insel ist noch nicht vorbei. Denn unter der Oberfläche von Skira schlummern etliche Tonnen Öl - und an denen ist China interessiert. Und so wird die Insel kurzerhand von chinesischen Truppen besetzt um das Ölvorkommen für das eigene Land zu sichern. Russland lässt sich das aber nicht gefallen - und ruft um Hilfe.

Russland ruft und Amerika antwortet. Und kurzerhand entsendet die USA einen Trupp Marines, der wenig später erste Schritte auf Skira macht. Mit dem gesetzten Ziel die Insel aus der Hand der bösen Chinesen zu befreien bricht auf Skira erneut eine Rückeroberungsschlacht los - und der Spieler ist mitten drin. Im Kampf für Freiheit, Gerechtigkeit und ausnahmsweise nicht um Öl läuft, schleicht und kriecht der Spieler als Mitglied des Team Sabre über das Antlitz der Insel um in elf Missionen dafür zu sorgen, dass die Chinesen mit einem kräftigen Tritt in den Allerwertesten zurück in ihr Heimatland geschickt werden - natürlich ohne Öl.
Nachdem Team Sabre auf Skira eingetroffen ist gilt es zuerst einmal die Lage zu sondieren, der Nachhut den Weg zu bereiten und das Spiel kennen zu lernen - und so müssen im Laufe der ersten Mission Luftabwehrstellungen der Chinesen ausgeschaltet werden. Zehn weitere Einsätze folgen, in denen es auch auf leisen Sohlen oder großkalibrig mit Einsatz von Kriegsgerät auf offenem Feld zur Sache geht. Die Einsätze sind leider ohne geschichtlichen Hintergrund aneinander gereiht, lassen sich aber wahlweise mit drei weiteren Spielern kooperativ via Internet oder Netzwerk spielen.
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Team Sabre macht sich auf den Weg durch das Grün von Skira
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Wie Operation Flashpoint vor Jahren ist Operation Flashpoint: Dragon Rising eine Militär-Simulation, der Krieg soll also möglichst realistisch in Szene gesetzt werden. Wer nun schon im Geiste mit der M16 im Anschlag die Hügel der Insel herunter gestolpert ist und dabei die chinesischen Massen ausgeschaltet hat sollte sich lieber ein anderes Spiel suchen. Denn wer derart in Operation Flashpoint: Dragon Rising zu Werke geht überlebt auf den virtuellen Schlachtfeldern keine Minute. Beobachten, spähen und geplant vorgehen lautet die Devise, alle andere Vorgehensweisen führen zum schnellen Tod.
| Fustration auf dem Schlachtfeld |
Aber auch bei vorsichtigem Vorgehen stolpert man schon einmal in die feindlichen Linien und segnet zwangsläufig das Zeitliche. Ohne Frage eine blöde Sache, in Operation Flashpoint: Dragon Rising aber besonders. Denn hier kommt der Frust erst nach dem Bildschirmtod. Das Spiel sichert den Spielstand nämlich nur automatisch an vorgegebenen Punkten und wenn man dann ungünstig kurz vor dem Speicherpunkt in das virtuelle Gras von Skira beißt gilt es einen großen Teil der Mission noch einmal zu absolvieren - je nach Schwierigkeitsgrad sogar den gesamten Verlauf des Einsatzes.
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Kriegsgeräte kommen auch zum Einsatz - leider etwas zu selten
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Die Wahl des Schwierigkeitsgrades beeinflusst aber nicht nur das Speichersystem, sondern auch weitere Belange von Operation Flashpoint: Dragon Rising. Veteranen verzichten unter anderem auf einen Kompass, der erfreulicherweise nicht nur die Himmelsrichtung, sondern auch nahe Feinde anzeigt. Die Militär-Simulation ist allerdings auch schon auf dem niedrigsten Grad kein Zuckerschlecken, die Chinesen machen dem Sabre Team auf Skira ganz schön zu schaffen. Mangelnde Vorsicht führt zuerst zu Boden und dann zum letzten Speicherpunkt.
Drucken | review | 01.11.2009, 17:56 |
Tim Ahlert