StarCraft II: Wings of Liberty - Bei uns im Test

1998 veröffentlichte Blizzard Entertainment mit StarCraft ein Strategiespiel, dass sich bis heute größter Beliebtheit erfreut. Vor Jahren wurde mit StarCraft II: Wings of Liberty...

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Armed Assault

Sahrani ist ein wahres Urlaubsparadies: Weiße Sandstrände, blauer Ozean und viele noch unentdeckte Gebiete, die sich völlig in der Hand der Natur befinden. Doch ein Umstand stört die Idylle: Sahrani ist in zwei Teile entzweit: In den kommunistischen Norden und den von den Amerikanern unterstützten demokratischen Süden. Die Lage scheint sicher, die Amerikaner ziehen ihre Truppen aus dem Gebiet zurück. Das ist die Chance, auf die die Herrscher des Nordens gewartet haben, sie beginnen eine Invasion. Nur noch wenige amerikanische Truppen mit wenig Material befinden sich in Sahrani, doch sie müssen es schaffen die Invasion zu stoppen. Sie müssen die lange so lange sichern bis Nachschub eintrifft und eine groß angelegte Rückeroberung gestartet werden kann.

Viele Spiele bannen Kriege auf den heimischen PC: Call of Duty lässt sie Schlachten des Zweiten Weltkrieges wieder aufleben, Battlefield 2 katapultiert den Spieler in Kriege der Jetztzeit. Doch ein Spiel schafft es seit nunmehr fünf Jahren den Angriffen der Konkurrenz zu trotzen und sie durch einen extrem hohen Grad an Realismus und Authentizität zu besiegen: Operation Flashpoint. Fünf Jahre sind seit der Veröffentlichung des Taktik-Shooters vergangen und immer noch kämpfen sich Millionen von Spielern im Internet durch realistisch dargestellte Gefechte.

Kampf um die Insel

Operation Flashpoint wurde seiner Zeit von Publisher Codemasters und Entwickler Bohemia Interactive in den Handel gebracht. Nach dem großen Erfolg des Spiels kamen schnell Gerüchte über einen Nachfolger des Taktik-Shooters auf, doch lange Zeit ließ Bohemia Interactive nichts von sich hören. Nach einiger Zeit wurde dann tatsächlich bestätigt, dass die Entwickler an einem neuen Taktik-Shooter arbeiteten, allerdings nicht wie von vielen erwartet an einem direkten Nachfolger von Operation Flashpoint. Fünf Jahre hat die Entwicklung am neuen Spiel in Anspruch genommen, doch nun steht mit Armed Assault das neuste Werk von Bohemia Interactive im Handel bereit; veröffentlicht durch den Münchner Publisher Morphicon.

Mit schick gestalteten Soldaten geht es in die Schlacht um das kleine Paradies Sahrani

Im Einzelspieler-Modus von Armed Assault übernimmt der Spieler die Rolle eines einfachen Soldaten, nicht die eines Kriegserprobten Veteranen. In insgesamt 26 Missionen gilt es nun gegen den feindlichen, kommunistischen Norden ins Feld zu ziehen. Dabei sind die zu erfüllenden Missionen sehr unterschiedlich ausgefallen, nur selten werden spielerische Elemente wiederholt. So muss der Spieler etwa mitten in der dunkelsten Nacht hinter die feindlichen Linien schleichen und Panzer in die Luft sprengen. Ein anderes Mal müssen von einem Wasserturm aus Feinde auf einer entfernten Straße mit einem Scharfschützengewehr ausgeschaltet werden. Allerdings gehören auch Aufgaben wie Patrouillieren zum Alltagsprogramm eines Soldaten. Die abwechselungsreichen Missionen präsentieren sich von Anfang bis Ende der Kampagne als sehr spannend, sie machen einen großen Teil des Reizes des Spiels aus.

Realismus ist Trumpf

Wie schon bei Operation Flashpoint legen die Entwickler bei Armed Assault viel Wert auf einen hohen Grad an Realismus. Vom Startpunkt bis zum Einsatzort muss der Spieler oft eine weite Strecke zurücklegen, was eine gewisse Zeit in Anspruch nimmt. Auch mit Fahrzeugen dauert es oft lang, bis man die Zielkoordinaten erreicht hat. Zudem muss man ständig auf der Hut sein, um nicht feindlichen Einheiten vor die Flinte zu laufen. Oftmals muss sich der Spieler Zentimeter für Zentimeter robbend über den Boden bewegen, um von den Feinden nicht bemerkt zu werden. Besonders in Momenten in denen der Feind sehr nahe ist und man bei einem Kontakt auf jeden Fall ins virtuelle Gras von Sahrani beißen würde, steigt der Puls spürbar an.

Lautloser Killer: Der Scharfschütze nimmt aus sicherer Entfernung den Konvoi auf's Korn

Besonders in Gefechten und bei Feindkontakt ist in Armed Assault größte Vorsicht geboten. Gegnerische Einheiten können den Spieler mit nur einem gezielten Schuss niederstrecken, was bei unvorsichtigen Spielern auch des Öfteren vorkommen wird. Des Weiteren ist ein Auftreten a la Rambo auf keinen Fall zu empfehlen. Wer sich mit gezückter Waffe den Gegnern entgegenstellt wird bereits tot auf dem Boden liegen bevor der Todesschütze ausgemacht werden kann. Das Zauberwort im Spiel lautet eindeutig “Vorsicht“, denn wer nicht ständig die Umgebung im Auge hat und sie am besten noch ständig mit dem Feldstecher absucht, wird schnell als toter Soldat in den Weiten von Sahrani enden.

 

Drucken | review | 07.12.2006, 21:29 | Tim Ahlert
  
Infoleiste

Hersteller
Vertrieb
Erscheinungstermin
 November 2006
Plattform
 PC
Kategorie/Genre
 Ego-Shooter


Tops & Flops
spannende, abwechselungsreiche Missionen
enorme Sichtweite
hübsche, riesige Spielwelt
hoher Realismus-Grad
nervige KI-Aussätzer
kleine Grafikfehler
hohe Hardwareanforderungen

System-Vorraussetzungen
Minimal
2 GHZ Pentium / Athlon
512 MB RAM
128 MB Grafikkarte
3 GB Festplattenspeicher

Optimal
3 GHZ Pentium / Athlon
1024 MB RAM
256 MB Grafikkarte
3 GB Festplattenspeicher

Bewertungen
Grafik
83%
Sound
78%
Steuerung
65%
Atmosphäre
84%
Spieltiefe
75%
Multiplayer
83%
Gesamtwertung: 78%

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