Als Jonathan Danter, Redakteur eines mittelgroßen New Yorker Magazins, an einem grauen Novembertag an sein Telefon geht, ahnt er noch nicht, welches gefährliche Abenteuer ihn erwartet. Der Anrufer – ein Inspektor von Scotland Yard – teilt ihm mit, dass die Polizei in London seinen Onkel Frank ermordet aufgefunden habe. Jonathan wundert sich, versichert dem Inspektor dass dies nicht der Fall sein. Denn seines Wissens, ist sein Onkel Frank bereits vor über zehn Jahren ums Leben gekommen. Mit wenigen Informationen und großer Ungewissheit bricht Jonathan nach London auf.

Als er von dem Begräbnis seines Onkels zurückkommt, wird er in seiner Wohnung von einem unbekannten Einbrecher angegriffen. Es gelingt ihm, den Eindringling zu vertreiben – nicht zuletzt mit Hilfe einer geheimnisvollen jungen Frau. Jonathan nimmt sich wohl oder übel des Falles um seinen ermordeten Onkel an – und entdeckt immer mehr Verbindungen. Sein Onkel arbeitete für den Geheimdienst des Vatikans, und war scheinbar einer Sache von ungeheurer Wichtigkeit auf der Spur. Die Spuren führen ihn quer durch Europa bis tief in die Eingeweide des Vatikans.
| Da Vinci Code lässt grüßen |
Nach Das Eulemberg-Experiment ist Belief & Betrayal bereits das zweite Adventure des italienischen Entwickler-Teams Artematica, und nach Ducati World Racing der zweite Titel der Italiener den dtp entertainment in Deutschland vertreibt. Auch wenn des Kino Film The Da Vinci Code bereits vor einiger Zeit über die Leinwände flimmerte und mittlerweile als DVD erhältlich ist, nimmt sich das Adventure eines ganz ähnlich gelagertem Szenario an. Die Hintergründe von Belief & Betrayal gehen in der Geschichte weit zurück und führen Jonathan weit in den undurchsichtigen Apparat des Vatikans.
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Jonathan Danter und Katrin McKendal - Protagonisten des Adventures
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Belief & Betrayal funktioniert so, wie man es von einem klassischen Adventure erwartet: Die Maus ist das einzige Hilfsmittel. Mit ihr steuert der Spieler sein virtuelles Ego quer durch die Locations, untersucht Gegenstände und nimmt sie ins Inventar auf. Dort können sie, dem Genre entsprechend, untersucht und gegebenenfalls kombiniert werden. Zu guter letzt muss der Spieler sie an erforderlichen Stellen des Spiels zur Lösung eines Rätsels wieder aus dem Inventar hervorkramen und einsetzten. Soweit so gut.
Mit ihrem ersten Adventure, dass in Deutschland Ende des letzten Jahres unter dem Titel Das Eulemberg-Experiment in den Handel gekommen ist, hat sich Entwickler Artematica nicht gerade mit Ruhm bekleckert. An einigen Ecke und Enden hätte das Spiel noch etwas Arbeit vertragen, um es in höhere Wertungsebenen zu hieven. Man könnte meinen die Entwickler hätten für Belief & Betrayal aus ihren Fehlern gelernt – aber dem ist leider nicht so. Besonders in Sachen Rätsel stößt das Adventure dem Spieler bei Zeiten sauer auf. Zwar sind die Rätsel nicht zu schwer geraten, dafür muss der Spieler des Öfteren Objekte mehrmals untersuchen bevor er sie ins Inventar aufnehmen oder benutzen kann. Manchmal können Objekte auch erst zu einem späteren Zeitpunkt benutzt werden, obwohl man sie schon vorher betrachten konnte.
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Die Entwickler haben die Schauplätze (hier Venedig) stimmungsvoll in Szene gesetzt
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Wie gesagt, die Anforderungen, die Belief & Betrayal an den Spieler stellt befinden sich auf einem guten Mittelweg. Mit einigem Nachdenken lassen sich schnell Problemlösungen finden – meist handelt es sich dabei um Objekt- oder Logikrätsel. So muss Jonathan von sich ein Passfoto anfertigen lassen, und ein Automat befindet sich in der Nähe. Allerdings wird dieser von einem betrunkenen Penner bewohnt und der will ihn auch nicht hergeben. Nun muss der Spieler einen (alkoholischen) Weg finden, den Einsiedler gütig zu stimmen, um an das Passfoto zu gelangen. Meist genügt es, sich in der Nähe des Rätsels umzusehen und alle Objekte aufzuheben, die nicht niet- und nagelfest sind. Daraus lässt sich zumeist die Lösung des Rätsels zusammenstellen.
Drucken | review | 11.03.2007, 14:08 |
Tim Ahlert