StarCraft II: Wings of Liberty - Bei uns im Test

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Jack Keane - Jubiläums-Edition

Jack Keane ist nur ein typischer Verlierertyp wie er im Buche steht. Sein Schiff ist annähernd schrottreif, er hat eine horrende Summe Schulden bei einem zwielichtigen Geldverleiher und seine Zwei-Mann-Crew steht kurz vor der Meuterei, weil sie seit Monaten keinen Lohn bekommen haben. Doch plötzlich taucht ein Hoffnungsschimmer am Horizont auf: Im Auftrag der britischen Krone soll Jack zusammen mit einem Agenten seiner Majestät zu einer einsamen Insel in der Karibik segeln, auf der ein verrückter Doktor sein Unwesen treibt und das britische Empire vernichten will. Als alle Mann schließlich auf der Insel in der Karibik angekommen ist ein gekentertes Schiff nur das geringste Problem von Jack – Ein ganzes britisches Imperium will gerettet werden!



Jack Keane steht nun schon einige Zeit im Handel bereit – das Adventure erschien im Sommer des Jahres 2007. Seitdem konnte das Spiel der Frankfurter Entwickler Deck 13 nicht nur Spieler und Presse überzeugen, der tollpatschige Abenteurer wurde mit Auszeichnungen überhäuft. Und weil’s damals so schön war kommt Jack Keane noch einmal angesegelt, diesmal als Jubiläums-Edition. Zum halben Preis wartet das Adventure außerdem mit diversen Extras auf: Dem Soundtrack von Dynamedion auf CD, einem Making-Of Video, einem Poster mit den Unterschriften den Entwickler sowie mit fünf Comic-Strips, die aus der Zeit der Entwicklung des Adventures stammen.

Auf in die Karibik!

Während man von den Frankfurter Entwicklern ehr sandige und orientalisch-ägyptische Regionen gewohnt ist geht Jack Keane in eine völlig andere Richtung. Das Geschehen des Spiels führt den tollpatschigen Antihelden von London über Kapstadt bis auf die kleine karibische Insel Tooth Island, auf der der böse Doktor T sein Unwesen treibt. Auch die Insel wartet mit vielen verschiedenen Schauplätzen auf, etwa einem heiligen Tempel, einem Luftschiffhafen, dichter grüner Vegetation und der Villa des bösen Doktor T. Der kleine Mann ist vom Hass auf das britische Empire zerfressen und will es unter seine Kontrolle bringen, dabei vertraut er niemandem – bis auf seine Horde dressierte Affen.

 

Jack und Amanda mögen sich nicht - aber irgendwie auch doch...


Um sich aber bis ans Ende des Wendungsreichen Abenteuers vorzuarbeiten muss der Spieler es mit einer Reihe Rätsel aufnehmen, die das Vorankommen behindern. Wie von Entwickler Deck13 gewohnt bleiben dabei umfangreiche Rätsel a la Myst oder Klangrätsel außen vor, Das Rätsel-Repertoire von Jack Keane beschränkt sich größtenteils auf das Sammeln, kombinieren und Einsetzen von Objekten, die in der gesamten Spielwelt verstreut liegen. Dabei ist der Schwierigkeitsgrad erneut auf einem moderaten Level gehalten – meist findet der Spieler alle wichtigen Utensilien an Ort und Stelle. Hobby-Abenteurer wird’s freuen, Adventure-Veteranen werden erneut über ein zu leichtes Rätseldesign klagen. Die Rätsel richten sich an durchschnittliche Spieler, auch wenn das eine oder andere knifflige Kombinationsrätsel dabei ist.

Der Tollpatschige und die Abenteuerlustige

Jack Keane setzt eine Tradition der bisher veröffentlichten Deck13 Adventures fort: Der Spieler schlüpft im Laufe des Geschehens in zwei verschiedene Charaktere. Die meiste Zeit rätseln sich Abenteurer in der Rolle von Jack Keane durch die Episoden des Adventures, doch ab und an gilt es auch die Geschicke der weiblichen Hauptperson Amanda zu übernehmen. Amanda ist die Praktikantin und Handlangerin des bösen Doktor T, sie und ihr schießwütiges Gewehr stammen aus den Vereinigten Staaten von Amerika. Dank ihr muss Jack sich nicht nur mit Affenarmeen, Fleischfressenden Pflanzen und bösen Ganoven auseinandersetzten, er bekommt es zudem mit der Anziehungskraft einer schönen Frau zu tun. Aber was wäre schon ein spannendes Abenteuer ohne Love-Story?

 

Doktor T will das britische Empire unterjochen


In Sachen Steuerung bleibt bei Jack Keane alles beim Alten: Mit der linken Maustaste werden Objekte und Dinge untersucht, mit der rechten Maustasten werden Gespräche geführt oder Aktionen ausgeführt. Jack Keane ist ein klassisches Adventure, und so steuert es sich auch. Während des gesamten Geschehens kommt nicht ein einziges Mal die Tastatur zum Einsatz, alle Aktionen werden mit der Maus ausgeführt. Auch die neu ins Spielgeschehen eingeflochtene Möglichkeit zu klettern. An vorgegebenen Stellen kann der Spieler per Mausklick seinem virtuellen Ego ab sofort den Befehl erteilen auf Vorsprünge oder Ähnliches zu klettern um ans Ziel zu kommen. Der genutzten 3D-Grafik zum Trotz funktioniert die klassische Maussteuerung in fast allen Situationen sehr gut, nur ab und zu gibt es Probleme mit der Kameraführung oder der Wegfindung.

 

Drucken | review | 11.01.2009, 17:05 | Tim Ahlert
  
Infoleiste

Hersteller
Vertrieb
Erscheinungstermin
 Dez. 2008
Plattform
 PC
Kategorie/Genre
 Adventure


Tops & Flops
Wendungsreiche Story
sympatischer Antiheld
erstklassige Vertonung
tolle Locations
gelungener Soundtrack
recht kurze Spielzeit
teils schwere Kombinationsrätsel

System-Vorraussetzungen
Minimal
2,4 GHZ Pentium / Athlon
512 MB RAM
128 MB Grafikkarte
1,5 GB Festplattenspeicher

Optimal
3 GHZ Pentium / Athlon
1024 MB RAM
256 MB Grafikkarte
1,5 GB Festplattenspeicher

Bewertungen
Grafik
87%
Sound
89%
Steuerung
85%
Atmosphäre
85%
Rätsel
85%
Spieltiefe
85%
Gesamtwertung: 86%

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