Der riesige Der Herr der Ringe Kinoerfolg liegt schon einige Jahre zurück, doch die Lizenz erfreut sich nach wie vor größter Beliebtheit. Codemasters schickt Spieler mit Der Herr der Ringe Online ins virtuelle Mittelerde, Electronic Arts ermöglicht mit dem Actionspiel Der Herr der Ringe: Die Eroberung die Rückkehr. Bisher hat Electronic Arts in Sachen Der Herr der Ringe vortreffliche Arbeit geleistet, sei es nun auf dem strategischen oder actionorientierten Sektor – warum sollte es dieses Mal anders sein? Es ist diese Mal tatsächlich anders – und warum das so ist erfahrt ihr in den folgenden Zeilen des Berichtes über Der Herr der Ringe: Die Eroberung.

Das Prinzip des Actionspiels erinnert schnell an Star Wars: Battlefront, ebenfalls von den Pandemic Studios entwickelt. Der Spieler erlebt die großen Schlachten der drei Kinofilme hautnah mit, allerdings nicht in der Rolle eines der Gefährten, sondern als einfacher Krieger. Wir erinnern uns: In Star Wars: Battlefront hatte der Spieler ebenso die Möglichkeit als kleines Rädchen im großen Ganzen für den Sieg zu sorgen – auf guter wie auch auf böser Seite. Der Herr der Ringe: Die Eroberung bietet dieses Feature ebenfalls: Wer sich nicht auf Seiten des Guten prügeln möchte darf auch für den dunklen Herrscher Sauron zu Felde ziehen.
| Vier Fäuste für Mittelerde |
Bevor es ins kriegerische Getümmel geht steht allerdings die Charakterwahl an. Hier stehen vier Klassen zur Wahl: Schwertkämpfer, Späher, Magier und Bogenschütze. Aufgrund der unterschiedlichen Bewaffnung verfügen die Klassen über verschiedene Vorzüge, die taktisch genutzt werden können: Der Krieger kann mit seinem Schwert innerhalb von Gruppen mächtig austeilen, der Bogenschütze sorgt auf großer Distanz für Schaden, der Späher kann sich unsichtbar machen und Gegner dann mit einem einzigen Hieb töten. Der Magier zu guter Letzt kann nicht nur Blitze und Feuerbälle schleudern, er kann auch nahe Verbündete heilen oder einen Schutzschild beschwören.
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Die Bogenschützen sind eine verdammt gefährliche Spezies
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Das Balancing untereinander lässt allerdings etwas zu wünschen übrig, denn der Bogenschütze ist im Vergleich zu den übrigen Klassen fast zu mächtig. Auf große Entfernung schaltet er effektiv sämtliche Gegner aus, kommt ihm dann doch einmal ein Feind zu nahe stehen explosive oder brennende Pfeile parat. Ein Bogenschütze lässt sich tatsächlich nur aus der Nähe zu Boden ringen. Steht dem Schützen allerdings ein Schwertkämpfer Auge in Auge gegenüber hat dieser keine Chance mehr; schon beim ersten Schwerthieb geht er in die Knie. Allerdings muss man soweit erst einmal kommen, denn vorher hat man zumeist schon einen Pfeil im Kopf oder im Körper.
Bevor bitterböse Spieler in die Kampagne des dunklen Herrschers einsteigen dürfen müssen sie sich durch die Kampagne des Guten gekämpft haben. Doch egal welche Kampagne oder welche Mission ansteht, das Spielprinzip ist immer das gleiche – und hat sich seit Star Wars: Battlefront nicht geändert. Die Schlachtfelder – etwa Helms Klamm oder der Turm von Saruman – sind in Sektoren unterteilt, die vom Spieler eingenommen werden müssen. Diese werden durch feindliche Fahnen symbolisiert, die durch die Eigene ersetzt werden müssen. Dies dauert einige Minuten, und so lange muss die nahe Umgebung des Mastes von Feinden geräumt sein, sonst lässt sich der eigene Fetzen nicht an der Stange empor hieven. Ist der Sektor erobert kann an der eigenen Fahne auch die gewählte Klasse gewechselt werde.
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Auch Helden müssen einmal sterben...
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Zwecks Abwechselung tummelt sich dann noch der eine oder andere Bossgegner auf den Schlechtfeldern Mittelerdes. Bevor der der Spieler Saruman in seinem Turm bekämpfen darf muss er auf halbem Wege seinen Ergebenen Grimal Schlangenzunge ausschalten, der über die gleichen Fähigkeiten wie ein Magier verfügt. Hat man auf dem Weg zum Ziel im Kampf genügend Punkte gesammelt darf man auch in die Haut eines Helden schlüpfen, etwa in die von Gandalf. So kommt es dann zum aus dem Film bekannten Zweikampf Magier gegen Magier. Spezielle Fähigkeiten haben die Helden allerdings nicht, sie können lediglich mehr feindliche Treffer einstecken – Ein getarnter Späher schaltet aber auch sie mit nur einem Klingenhieb aus.
Drucken | review | 19.01.2009, 10:42 |
Tim Ahlert