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Silent Hill: Homecoming

Alex Shepherd kehrt gezeichnet aus dem Krieg zurück. Er wurde verwundet, verbrachte Monate im Lazarett und wurde nach Hause geschickt. Doch als er in Shepherds Glen eintrifft hat sich das kleine Städtchen gewandelt. Im Haus seiner Eltern trifft er nur auf seine Mutter, sie ist völlig verstört. Sein kleiner Bruder Joshua ist verschwunden. Alex fackelt nicht lang und beginnt nach seinem Bruder zu suchen. Die Spur führt in quer durch seine seltsam mutierte Heimatstadt, bis er sich schließlich in den nebelverhangenen Straßen von Silent Hill wieder findet. Und spätestens dort beginnen Realität und Alptraum vollends zu verschmelzen.



Es gibt Spiele die maßgeblich zur gesamten Geschichte der Videospiele beigetragen haben, ohne die sich die gesamte Industrie vermutlich anders entwickelt hätte. Die Silent Hill Reihe von Konami ist einer dieser Richtungsweiser. Auf der PlayStation begann vor Jahren die Erfolgsgeschichte der japanischen Survival-Horror Geschichte rund um die Stadt Silent Hill, mittlerweile steht mit Silent Hill: Homecoming der fünfte Teil der Reihe im Handel. Doch die Zeitspanne von Teil 4 bis 5 war lang, es hat nötige Veränderungen gegeben, da es mit Silent Hill abwärts ging. Ob die Veränderungen Früchte tragen verraten die folgenden Zeilen.

Willkommen zurück!

Am Prinzip des Spiels und am Gameplay hat sich nichts geändert. Alex Shepherd und der Spieler tappen durch dunkle Gänge, über Friedhöfe und durch heruntergekommene Hotels, um dem Mysterium auf den Grund zu gehen, das den eigenen kleinen Bruder umgibt; ständige Begleiter sind eine Taschenlampe und das altbekannte, rauschende Radio. Immer wieder steht Alex kurz davor seinen Bruder zu stellen, doch er nimmt flieht. Die Bewohner von Silent Hill sind indes nicht so ängstlich und laufen Alex Shepherd ein ums andere Mal geradezu in die Arme und versuchen, ihn dabei auf blutigste Art und Weise zu stoppen. Im Verlauf von Silent Hill: Homecoming erschließt sich langsam das Geheimnis, das sich hinter dem Verschwinden und der Flucht seines Bruders verbirgt.

 

Mit einer Feuerwehraxt entledigt sich Alex der gesichtslosen Krankenschwestern


Silent Hill 4: The Room mischte seinerzeit das typische Silent Hill Survival-Horror Gameplay mit Spieleinlagen aus der Egoperspektive, was nicht sonderlich gut ankam. Vielerorts verlor die Reihe ihren Reiz. Konami entschied sich daraufhin die Entwicklung in die Hände der US-Entwickler von Double Helix (ehemals The Collective) zu geben, auch um das Gameplay entsprechend anzupassen. Die Neuerungen - oder besser gesagt Erweiterungen - betreffen vor allem die Handhabung, die Kameraführung und das Kampfsystem des Action-Adventures, das agiler und umfangreicher gestaltet wurde. Insgesamt macht Silent Hill: Homecoming einen beweglicheren Eindruck.

Mehr Kampf, weniger Horror

Die sofort auffälligste Neuerung betrifft die Kameraführung des Spiels. Bisher lief der Spieler in Silent Hill durch Schauplätze, die er durch fest installierte Kamerapositionen zu sehen bekam - die Kamera schwenkte lediglich mit. Nun folgt die Kamera Alex Shepherd auf Schritt und Tritt und lässt sich entsprechend der Bewegung mit der Mouse auch ganz um den Protagonisten kreisen. So gehören allerlei Probleme, die aufgrund der starren Kameraposition in den Vorgänger-Titeln für eine verdeckte Sicht sorgten, nun der Vergangenheit an. Silent Hill: Homecoming steuert sich so wie ein Third-Person Shooter und auch ebenso leichtgängig.

 

Das Repertoire der Widersacher ist wie nicht anders gewohnt sehr skurril


Die grundlegendste Änderung betrifft den Kampf - was sich auch auf die Atmosphäre auswirkt. Von Silent Hill bis Silent Hill 4: The Room ging man Konfrontationen möglichst aus dem Weg, um den Kreaturen nicht zum Opfer zu fallen - was im Nahkampf sehr schnell ging. Alex Shepherd hingegen wirft sich förmlich ins Gefecht. Die Entwickler haben dem Spieler einen leichten und einen schweren Angriff spendiert, die sich mit Messer, Rohr oder Knüppel umsetzen lassen. Mit gezückter Schusswaffe visiert der Protagonist sein Ziel nicht mehr automatisch an, die Kamera fährt nah an Alex heran und der Spieler schaut ihm über die Schulter. Mit dem auftauchenden Fadenkreuz werden die Widersacher nun selbst aufs Korn genommen. Teilweise ist Alex auch mit KI-Begleitern unterwegs.

 

Drucken | review | 04.03.2009, 20:09 | Tim Ahlert
  
Infoleiste

Hersteller
 Konami
Vertrieb
 Konami
Erscheinungstermin
 Feb. 2009
Plattform
 PC
Kategorie/Genre
 Action-Adventure


Tops & Flops
schaurige Momente
gelungene Vertonung
atmosphärisches Leveldesign
spannende Geschichte
gute Handhabung
sich abnutzende Schockeffekte
lange laufwege
wenig Speicherpunkte

System-Vorraussetzungen
Minimal
3 GHZ Pentium / Athlon
1024 MB RAM
128 MB Grafikkarte
10 GB Festplattenspeicher

Optimal
Intel Core 2 Duo Prozessor
2048 MB RAM
512 MB Grafikkarte
10 GB Festplattenspeicher

Bewertungen
Grafik
75%
Sound
85%
Steuerung
80%
Atmosphäre
75%
Motivation
75%
Gesamtwertung: 78%

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