Seit Anbeginn der Zeit haben sich die vielen verschiedenen Völker auf dem Antlitz der Erde gegenseitig die Köpfe eingeschlagen. Urzeitmenschen kabbelten sich um Nahrung und Frauen, die Kreuzritter versuchten die andersgläubigen Heiden aus dem Weg zu räumen. Doch im Jahr 1701 wurde die Kriegsführung durch eine Erfindung grundlegend verändert. Fortan zogen die Menschen mit Schusswaffen in die Schlachten, Kanonen sorgten für großen Schaden. So ist die Weltgeschichte von 1700 bis 1799 eine sehr bewegte, besonders wegen der vielen Schlachten, die im 18. Jahrhundert ausgefochten wurden.

Europa war im 18. Jahrhundert ein heißes Pflaster. Österreicher, Preußen, Franzosen und Spanier standen förmlich im Dauerkampf, England war außerdem in Indien und Amerika kämpferisch tätig. Während man in Indien erfolgreich war musste man sich aus Amerika zurückziehen und das Feld den Bewohnern des neuen Kontinents überlassen. In Frankreich kam Napoleon an die Macht und taktierte auf dem Schlachtfeld, die Dampfmaschine wurde erfunden, Entdecker waren auf den sieben Weltmeeren unterwegs. So oder so ähnlich kann man es in jedem Geschichtsbuch nachlesen - oder den Verlauf in Empire: Total War selbst in die Hand nehmen.
| Auf in die Unabhängigkeit |
Wer die Total War Titel kennt ist auch mit den grundlegenden Zügen von Empire: Total War vertraut. Auf einer umfangreichen, rundenbasierten Strategiekarte verschiebt der Spieler seine Armeen und verwaltet seine Ländereien. Kommt es zum Gefecht werden diese vom Spieler in Echtzeit ausgetragen, wahlweise können die Schachten auch vom Programm ausgewürfelt werden. Bis dato eröffnen sich Total War Veteranen keine Neuerungen, doch SEGA und Creative Assembly haben Empire: Total War mit allerlei sinnvollen, spielerischen Neuerungen ausgestattet, die sich im Laufe der ersten Missionen offenbaren.
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Empire: Total War bringt opulente Schlachten auf den Monitor
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Erfahrene Strategen können auf Wunsch direkt loslegen, Neulinge auf dem Schlachtfeld sollten sich zuerst einmal mit der Tutorial-Kampagne Der Weg in die Unabhängigkeit auseinandersetzen. Wie der Titel schon erahnen lässt schlüpft der Spieler in die Rolle der amerikanischen Unabhängigkeitskämpfer und macht Franzosen und Indianern die Hölle heiß. Die drei Kapitel umfassende Kampagne führt Neulinge durch allerlei Hilfen gut an das Gameplay von Empire: Total War heran. Für erfahrene Spieler ist das Tutorial ehr uninteressant, der Schwierigkeitsgrad ist für sie zu niedrig angesetzt.
Empire: Total War bietet die Möglichkeit, das 18. Jahrhundert aus der Sicht von elf unterschiedlichen Parteien zu erleben, die allesamt unterschiedliche Herausforderungen und Anforderungen mit sich bringen. Wie auch im Zweiten Weltkrieg hatte England damals keine Probleme mit Kriegen auf dem Land - der günstigen Insellage sei Dank. Außerdem verfügen die Briten dank ihrer "feuchten" Lage über eine umfangreiche Flotte - allerdings haben sie auch ständig Stress mit den europäischen Nachbarn Frankreich und Spanien, die im 18. Jahrhundert allesamt Kolonialmächte waren. So verhält es sich bei jeder der elf Parteien.
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Die britischen Rotröcke sind eine der elf spielbaren Parteien
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Die Strategie-Karte hat sich im Vergleich zu den Vorgänger-Titeln vergrößert, allerdings haben die Entwickler ein paar Änderungen vorgenommen. Ab sofort bestehen die Länder nur noch aus wenigen Provinzen, damit es auf der vergrößerten Karte nicht zu allerlei Kleinkriegen kommen kann. Dabei unterläuft Creative Assembly allerdings ein kleiner Schönheitsfehler. Bei der neuen Provinzaufteilung fallen einige mehr oder weniger kleine Länder völlig aus dem Raster. So werden unsere europäischen Nachbarn aus der Schweiz und die Chinesen unter den virtuellen Teppich gekehrt. Dem Spiel ans sich tut dies keinen Abbruch, historisch versierten Spielern wird es aber schnell auffallen.
Drucken | review | 12.03.2009, 22:04 |
Tim Ahlert