cdv entertainment und Entwickler Stormregion ersannen seinerzeit das Strategie-Spiels Codename Panzers: Phase One, das vor dem (damals noch nicht so sehr ausgelatschten) Szenario des Zweiten Weltkrieges angesiedelt war. Auf den Erfolgstitel folgte der direkte Nachfolger Codename Panzers: Phase Two. Ebenfalls erfolgreich ersannen Publisher und Entwickler mit Codename Panzers: Cold War bereits einen dritten Teil der Serie, doch cdv entertainment ging es finanziell schlecht und Spiel, Lizenz und Entwickler gingen an 10Tacle über. Doch der deutsche Publisher ging im letzten Jahr pleite und Entwickler Stormregion gleich mit. Nun ist der Titel über Atari doch noch erschienen.

Codename Panzers: Cold War ist zeitlich nach den Geschehnissen des Zweiten Weltkrieges angesiedelt, genau vier Jahre nach Kriegsende. Doch ein Unfall stürzt die Welt erneut ins Chaos: Ein amerikanisches und ein russisches Flugzeug kollidieren in der Luft, beide Besatzungen sterben. Joseph Stalin kommt der Vorfall scheinbar gerade recht, denn er interpretiert den Unfall als einen Anschlag und schickt seine Mannen los, um in Richtung Westen die übrigen europäischen Länder auszuschalten. Ein Szenario das man sich zur damaligen Zeit gut hätte vorstellen können.
Stalin ist drauf und dran das westliche Europa zu überrollen - da schaut der Rest der Welt natürlich nicht tatenlos zu. Die Nato schaltet sich ein um dem russischen Diktator und Kriegstreiber die Stirn zu bieten. Und genau hier beginnt das Aufgabenfeld des Spielers, denn irgendjemand muss schließlich die Schlachten gegen den russischen Feind lenken. So zieht der Spieler als oberster Stratege mit seinen Mannen gegen Stalins Truppen in Feld, um schlussendlich als Sieger den Platz zu verlassen. Aber bis dahin ist es ein weiter Weg, der den Spieler, sein taktisches Geschick und seine Gefolgsleute vor einige Herausforderungen stellt.
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Die Russen versuchen das westliche Europa zu überrollen
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Oft gilt es in Strategie-Spielen Ressourcen zu sammeln, um damit für Nachschub in den eigenen Reihen zu sorgen. Auch im dritten Teil der Codename Panzers Reihe verzichten die Entwickler auf dieses Feature, stattdessen müssen Strategen auf dem Schlachtfeld Ruhm und Ehre erlangen, die sich fortan als Prestigepunkte bezahlt machen. Für ausgeschaltete Gegner oder taktisch wertvolle Punkte auf der Karte verteilt das Spiel die Prestigepunkte, die dann eingesetzt werden, um gefallene Mitstreiter durch neue Mannen zu ersetzen, die für den Kampf gegen die russische Macht ihr Leben opfern wollen.
Man ist es von Codename Panzers nicht anders gewohnt: Langeweile kommt während der Missionen einfach nicht auf. Schuld daran sind die Entwickler, denn das Design der Aufgaben ist sehr gut gelungen. Mit einer kleinen Kerntruppe geht es hinter die feindlichen Linien um einen wichtigen Helden aus den Klauen der Roten zu befreien, LKW-Konvois wollen vor feindlichen Übergriffen bewahrt werden und gegnerische Angriffe auf strategisch wichtige Punkte müssen abgewehrt werden - ebenfalls mit einer sehr begrenzten Truppenzahl. Man kann sagen was man will, im Punkto Missionen haben die Entwickler ihre Hausaufgaben gemacht.
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Helikopter dienen zur Erkundung und zum Truppentransport
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In Codename Panzers: Cold War ist es wichtig eine persönliche Elite-Truppe aufzustellen, die den Spieler von Mission zu Mission begleitet. Nach und nach sammeln die Mannen Erfahrungspunkte und verbessern entsprechend ihre Fähigkeiten, Kräfte und Ausdauer. Außerdem ist auch das verwendete Kriegsgerät nur so gut wie der Soldat der es lenkt. Sitzt also einer unserer erfahrenen Elite-Kämpfer hinter dem Steuer eines Panzers kann das Gefährt viel effektiver Schaden in den feindlichen Reihen anrichten, als wenn ein Rekrut von der Ersatzbank hinter den Steuerknüppel Platz nimmt. Der Anteil an Mirkomanagement ist mit Codename Panzers: Cold War gewachsen, wird aber nie unüberschaubar.
Drucken | review | 25.03.2009, 15:17 |
Tim Ahlert