StarCraft II: Wings of Liberty - Bei uns im Test

1998 veröffentlichte Blizzard Entertainment mit StarCraft ein Strategiespiel, dass sich bis heute größter Beliebtheit erfreut. Vor Jahren wurde mit StarCraft II: Wings of Liberty...

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Stateshift

In einer fernen Zukunft, in den Slums der Städte, fiebert das Volk seiner einzigen Abwechselung entgegen: atemberaubende Stateshift-Rennen. Bewaffnete Boliden, die durch Power-Ups Form und Handling verändern können, treten gegeneinander an. Für die Turniere werden nur die besten Fahrer zugelassen. Und natürlich gehört der Spieler zu diesem auserwählten Kreis von Fahrern - man kennt das ja. Die ersten Zeilen stammen von der Verpackung von Stateshift - und enthalten eine glatte Lüge: Denn von atemberaubenden Rennen ist das Spiel so weit entfernt wie Alice Schwarzer vom Playmate des Jahres 2009!



Wer Stateshift nach der Installation zum ersten Mal startet wird sich schnell ins Optionsmenü klicken um dann verwundert die Stirn in Runzeln zu legen. Traurig aber wahr, die Auflösung des von der PlayStation Portable portierten Spiels lässt sich nicht verändern - und ist mit 800x600 Bildpunkten schon fast eine Beleidigung fürs Auge. Aber wahre Schönheit kommt ja bekanntlich von Innen - zumindest manchmal. Aber auch was das Innere von Stateshift angeht ändert sich der Eindruck des Rennspiels nicht.

Auf der Strecke geblieben

Im Storylosen Karrieremodus geht es direkt auf die Piste. Das Ziel ist klar: Der Sieg muss her - koste es was es wolle. Und so geht es auch auf der Piste von einem Tiefpunkt zum nächsten. Die Handhabung der Renner ist gelinde gesagt ein schlechter Witz - wahrscheinlich ist es einfacher einen Elefanten vom Rücken aus durch einen Porzellanladen zu manövrieren als die Stateshift Boliden unter Kontrolle zu bringen. So kommt es unausweichlich zu Unfällen - sei es nun mit der Streckenbegrenzung oder den gegnerischen Fahrern. Spürbare Auswirkungen gibt es aber nicht, der Renner wird nur etwas langsamer. Ein Schadensmodell (wenn man es so nennen möchte) ist so gut wie nicht vorhanden.

 

Und diese Strecke sieht sogar noch gut aus...


Wer erst einmal zum Stillstand gekommen ist muss sich wieder ans Feld herankämpfen, bis an die Spitze wenn möglich. Mit verschiedenen Waffen wie Raketen, Minen oder EMP-Wellen soll die Gegner aus dem Weg geräumt werden - zumindest theoretisch. Denn der Einsatz der Waffen ist dermaßen umständlich dass man lieber die Finger davon lässt. Außerdem ist es auch ohne Einsatz von Gewalt ohne Probleme möglich sich an die Spitze des Feldes zurückzukämpfen - und das ganz ohne hilfreiche Minimap. Das Spiel gibt nur die aktuelle Platzierung an.

Eine altertümliche Dimension

Auf der Verpackung des Rennspiels steht es zu lesen: Die Boliden in Stateshift können ihr Äußeres verändern. Vier Power-Ups stehen zur Verfügung: Dragster verbessert den Schub des Wagens, Mammoth den Schutz gegen Feindangriffe, Scorch das Handling des Boliden. Mit dem Ghost Power-Up bewegt sich der Spieler in einer anderen Dimension und erkennt so versteckte Abkürzungen. Hilfreich sind Ghost und Dragster, aber auch die Power-Ups werden - wenn überhaupt - nur selten zum Einsatz kommen. Denn ebenso wie der Waffeneinsatz ist auch das Handling der Power-Ups verdammt kompliziert.

 

Eine Aufnahme die für Stateshift typisch ist


Die feste Auflösung ist aber nicht das einzige Problem, unter dem Stateshift in Sachen Darstellung leidet. Das Design der Strecken ist öde und scheint sich ständig zu wiederholen, die Boliden sehen allesamt gleich aus, die Texturen sind eine Qual - ebenso wie die Effekte (wenn man sie denn so nennen mag). Die Rennen werden von einem austauschbaren Elektro-Techno-Gedudel untermalt, das wahrscheinlich noch das überzeugendste am ganzen Spiel ist. Ansonsten ist die akustische Seite von Stateshift mager ausgefallen: Egal ob die Sounds der Wagen, von Crashs oder ähnlichem - Stateshift versagt auf der ganzen Linie.

Fazit:
Wer mag auf die Idee gekommen sein Stateshift für den PC zu veröffentlichen? PC-Versionen sind eine feine Sache - aber was bitte soll das sein? Stateshift sieht aus als käme es aus dem letzten Jahrtausend, und hört sich außerdem auch so an. Auch die Steuerung, das Design der Strecken und das gesamte Drumherum erinnert irgendwie an die Zeit vor dem Jahreswechsel. Spiele sind dazu da sich die Zeit zu vertreiben - die Freizeit um genau zu sein. Und da die in der Regel recht knapp bemessen ist soll das Spiel dann natürlich Spaß machen. Aber Stateshift macht nicht einmal im Ansatz Spaß. Darf man es dann überhaupt als ein Spiel bezeichnen?

 

Drucken | review | 15.04.2009, 22:12 | Tim Ahlert
  
Infoleiste

Hersteller
Vertrieb
Erscheinungstermin
 März 2009
Plattform
 PC
Kategorie/Genre
 Rennspiel


Tops & Flops
ein buntes Cover
eine DVD-Hülle
veraltete Grafik
schreckliche Steuerung
mieses Spieldesign
öde Strecken
kein Spielspaß

System-Vorraussetzungen
Minimal
1,8 GHZ Pentium / Athlon
512 MB RAM
128 MB Grafikkarte
400 MB Festplattenspeicher

Optimal
2,6 GHZ Pentium / Athlon
1024 MB RAM
256 MB Grafikkarte
400 MB Festplattenspeicher

Bewertungen
Grafik
10%
Sound
15%
Steuerung
5%
Umfang
15%
Motivation
5%
Multiplayer
10%
Gesamtwertung: 10%



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