Kurz vor der Kubanischen Revolution. In Havanna treffen sich eine Reihe wichtiger Mafiosi, um den Geburtstag eines ehrwürdigen Mitgliedes der Familie zu feiern. Doch die Feierlichkeiten nehmen ein jähes und blutiges Ende. Ein Don wird von den Revoluzzern getötet, die Familie steht ohne Führung da. Mafiosi Dominik soll die freie Stelle zu übernehmen und die Familie zu Macht und Ehre zu verhelfen. In New York gilt es das heimische Territorium zu verteidigen, in Miami und Havanna wird Neuland gewonnen. Mafiatypisch geht es bleihaltig und blutig zur Sache und es dauert nicht lange bis auf Dominik ein Kopfgeld ausgesetzt ist – aber das ist nichts persönlich. Letztendlich dreht sich alles ums Geschäft.

Wie schon Der Pate vor einigen Jahren beginnt auch Der Pate 2 mit der Erstellung virtuellen Mafiosi-Egos. Die Möglichkeiten der äußerlichen Gestaltung sind nicht so vielfältig wie in einem Rollenspiel, aber doch beachtlich. Körperform, Gesichtszüge, Augenbrauen, Bart, Frisur, Brille, Lederjacke, Mantel oder Anzug - der Mafiosi lässt sich gediegen oder lässig kleiden. Wem das ganze Prozedere zu lange dauert kann sich die gesamte Erstellung des eigenen Charakters sparen und auf Knopfdruck zufällig ein virtuelles Ego generieren lassen. Charakterzüge gibt es nicht, schließlich gibt es bei den Mafiosi keine Magier oder Amazonen.
Man ist es von der Mafia nicht anders gewohnt: Alles dreht sich um Macht, Ehre und Geld. Und dementsprechend gilt es in Der Pate 2 zu handeln. Mit einem stetig wachsenden Waffenarsenal geht es durch die legalen und illegalen Geschäfte der Stadt, um Schutzgeld zu erpressen, Geld zu waschen und Güter zu schmuggeln - die Mafia ist flexibel. Aber eine Familie kommt selten allein - und so kämpfen meist zwei oder drei Mafia-Familien um die Vorherrschaft in einer Stadt. Hier kommt die Macht ins Spiel, denn die gilt es gegenüber den Feindfamilien zu demonstrieren. Ganz egal wie blutig es auch sein mag - Letztendlich dreht sich schließlich alles nur ums Geschäft.
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Die Mafia löst ihre Probleme auf ihre ganz eigene Art und Weise...
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Auf seiner Karriereleiter als erfolgreicher Mafiosi besucht der Spieler New York, Miami und schließlich Havanna. Die Städte sind grob den realen Vorbildern nachempfunden, allerdings sehr stark komprimiert. Gegen ein Liberty City können die drei Metropolen nicht anstinken. Neben endlos vielen neutralen Gebäuden und dem eigenen Hauptquartier gibt es allerlei Geschäfte, die es zu erobern gilt. Bordelle, Müllverbrennungsanlagen, Porno-Produktionsfirmen, Wettbüros, Kneipen und Bars, Lagerhäuser - das Repertoire ist breit gefächert. Von jedem Geschäft gibt es meist mehrere, wer alle kontrolliert besitzt das Monopol und bekommt Extras - etwa größere Magazine, kugelsichere Westen oder einen gepanzerten Wagen.
Macht und Geld kommen nicht von allein, da müssen die Mafiosi schon einmal zu Waffe greifen. "Schon einmal" ist hilflos untertrieben, In Der Pate 2 haben die Schießprügel Dauereinsatz. Kontrolliert eine gegnerische Familie ein Geschäft müssen alle Beschützer ausgeschaltet und der Besitzer überzeugt werden, fortan zur eigenen Familie zu gehören. Durch ein paar Schläge, Tritte, vorgehaltene Waffen und andere Nettigkeiten werden die teils störrischen Besitzer überzeugt - Dominik ist nicht zimperlich. Willigt der Besitzer ein wirft das Geschäft täglich Geld ab, will aber auch Beschützt werden. Schließlich könnten die Feinde auf den Gedanken kommen das Geschäft zurückzuerobern.
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Dominik "überredet" einen Geschäftsführer zur Mitarbeit
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Ist ein Geschäft übernommen lohnt ein Blick in die neue Don-Ansicht. Dabei handelt es sich um eine Karte der gesamten Stadt, auf der alle Geschäfte mitsamt aktuellem Besitzer angezeigt werden. Zu sehen ist außerdem wie viele Wachen dort postiert sind und wie hochrangig die Streiter sind. Jedes Geschäft lässt sich jederzeit angreifen - doch ist das wenig sinnvoll. Wird eine Fabrikhalle von 20 Feinden bewacht wäre es glatter Selbstmord allein mit dem MG im Anschlag einzumarschieren und ein wenig anzuklopfen - auch wenn es nicht möglich ist endgültig zu sterben. Hat Dominik zu viele Kugeln gefangen kommt er - leicht geschröpft - am Krankenhaus wieder zu sich.
Drucken | review | 29.04.2009, 21:33 |
Tim Ahlert