StarCraft II: Wings of Liberty - Bei uns im Test

1998 veröffentlichte Blizzard Entertainment mit StarCraft ein Strategiespiel, dass sich bis heute größter Beliebtheit erfreut. Vor Jahren wurde mit StarCraft II: Wings of Liberty...

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Pool Hall Pro

Was man zum Billardspielen braucht ist klar - in erster Linie einmal einen Tisch mit sechs Löchern. Vorteilhaft wären außerdem noch die nötigen Kugeln und zwei möglichst grade Holzstöcke - in Fachkreisen auch Queues genannt. Wer keine Lust hat zum Einlochen in die nächste verrauchte Kneipe zu gehen oder nicht genug Geld hat um den Esstisch gegen einen Billardtisch auszutauschen bekommt eine virtuelle Alternative: Mit Pool Hall Pro lassen sich am heimischen Monitor ebenfalls die Kugeln versenken. Den Spaß am Billardsport such man in der Simulation allerdings vergebens.



Pool Hall Pro bietet satte elf Arten des grünen Sports: UK 8 Ball, US 8 Ball, 9 Ball, 6 Ball Pool, 10 Ball Pool, 15 Ball Pool, Pub Pool, 6 Ball Snooker, 10 Ball Snooker und normales Pocket Billard. Zudem gibt es fünf verschiedene Spielmodi: Arcade, Welttour, Freundschaftsspiel, Mehrspieler und Training. Im Arcade Modus tritt der Spieler gegen 18 Gegner in den verschiedenen Spielarten an und erhält als Belohnung Einrichtungsgegenstände für seine Wohnung. Im Welttour Modus werden neue Kleidungsstücke und weitere Extras für das eigene Pool-Ego freigeschaltet - Hüte, Brillen, Schuhe, Oberteile, Hosen und so weiter...

Pech im Spiel

Wenn man nicht persönlich vor dem grünen Billardtuch steht bedarf es eines guten Überblicks über den virtuellen Tisch - doch schon hier muss man bei Pool Hall Pro die ersten Einbußen hinnehmen. Sage und schreibe zwei Kamerapositionen gibt es: Eine Draufsicht über den gesamten Billardtisch und die typische Sicht am Queue entlang - aber beiden Positionen mangelt es an der nötigen Übersicht, so dass die meisten Kombinationen in die Hose gehen. Wer gezielt seine Kugeln auf die Löcher verteilen möchte kann dies auch gern tun - aber nicht mit Pool Hall Pro.

 

Pool Hall Pro macht das Einlochen wirklich kompliziert...


Ein auf das nötigste minimierte Darstellung lässt sich bei einer Pool-Simulation noch verschmerzen, aber physikalisch muss das Spiel auf jeden Fall funktionieren. Schließlich sollen die gewagten Banden-Kombinationen auch zum gewollten Ergebnis führen - tun sie in Pool Hall Pro aber nicht. Schuld daran ist eben die Physik, die in der Pool-Simulation zu allerlei interessanten, aber nicht realistischen Reaktionen der Kugeln auf dem Billardtuch führen. Außerdem scheinen die Kugeln von den sechs Löchern förmlich angezogen zu werden, trotzdem sind gewollte Treffer sehr selten.

Daneben gelocht

Pool Hall Pro bietet vier Schwierigkeitsgrade, die Einsteigern das Spiel erleichtern und erfahrene Kugelschubser fordern sollen. Nett gemeint, aber es klappt nicht. Eine gute Übersicht über den Tisch gibt es nicht, die Kugeln reagieren alles andere als realistisch, die Hilfslinie zum Zielen ist zu dick um sie effektiv nutzen zu können - so werden eingelochte Kugeln zum Glücksgriff! Zu gute halten muss man der Pool-Simulation aber den geringen Preis und den großen Umfang: Die elf Spielarten sind inklusive aller Regeln und Fouls auf dem Monitor umgesetzt worden.

 

Grafische Anforderungen darf man an die Simulation nicht stellen


Auch technisch ist Pool Hall Pro ehr ein Schuss in den Ofen als die Kugel im Loch. Die verschiedenen Locations wie Kneipen, Hinterhöfe, Häuser und dergleichen flehen geradezu um mehr Details und - vor allem - schönere und schärfere Texturen. Die Spieler, die neben dem Tisch aufgestellt sind, wirken wie bessere Schaufensterpuppen - und während der Schläge sind sie noch nicht einmal am Queue zu sehen. Die Queues bewegen sich wie von Geisterhand über das Grün und schlagen galant die virtuellen Kugeln in die sechs Löcher - oder auch eben nicht.

Fazit:
Billard ist ein toller Sport - und macht vor allem eine Menge Spaß. Mit gezielten Stößen werden die Kugeln gekonnt auf die sechs Löcher verteilt und die schwarze Acht zuletzt versenkt - und das Spiel ist gewonnen. Wenn es nur in Pool Hall Pro auch einmal so weit kommen würde, dann würde die Pool-Simulation vielleicht auch ansatzweise Spaß machen. Aber den vermiest das Programm schon in den ersten Spielminuten. Die Steuerung ist unglücklich, gezielte Stöße gelingen einfach nicht, die physikalischen Reaktionen auf dem Tisch sind einfach nicht von dieser Welt und den beiden Kamerapositionen mangelt es an Übersicht. Wer Spaß am Billard hat - und den auch weiter haben möchte - sollten also lieber zur nächsten Nichtraucher-Kneipe fahren, Pool Hall Pro ist keine Alternative.

 

Drucken | review | 12.05.2009, 23:09 | Tim Ahlert
  
Infoleiste

Hersteller
Vertrieb
Erscheinungstermin
 April 2009
Plattform
 PC
Kategorie/Genre
 Sport


Tops & Flops
elf Spielarten
freischaltbare Extras
schlechte Physik
mangelnde Übersicht
zickige Steuerung
Zielhilfe unnütz

System-Vorraussetzungen
Minimal
800 MHZ Pentium / Athlon
512 MB RAM
64 MB Grafikkarte
2 GB Festplattenspeicher

Optimal
3 GHZ Pentium / Athlon
2048 MB RAM
256 MB Grafikkarte
2 GB Festplattenspeicher

Bewertungen
Grafik
33%
Sound
25%
Steuerung
35%
Realitätsnähe
25%
Motivation
15%
Multiplayer
35%
Gesamtwertung: 28%

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