StarCraft II: Wings of Liberty - Bei uns im Test

1998 veröffentlichte Blizzard Entertainment mit StarCraft ein Strategiespiel, dass sich bis heute größter Beliebtheit erfreut. Vor Jahren wurde mit StarCraft II: Wings of Liberty...

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Damnation

Ein mehr als 40 Jahre andauernder Krieg zwischen den Nationalisten und Kräften der Koalition hat die Welt von Damnation, das historische Nordamerika erschüttert. Die natürlichen Ressourcen sind vernichtet und der Industriemagnat W.D. Prescott, Anführer von Prescott Standard Industries, überrennt das von den Kämpfen verwüstete Land, um die Überbleibsel des Militärs zu vernichten, die Zivilbevölkerung zu unterwerfen und seine eigene Ordnung zu etablieren. Rourke, einem Mitglied der Peacemaker-Rebellen, gefällt dies gar nicht und so macht er sich auf die gefahrvolle Reise, die düstere Wahrheit hinter Prescott Industries zu enthüllen, eine verlorene Liebe wieder zu finden und die Welt von Damnation zu retten.



Wenn es um Ruhm, Ehre und Freiheit geht sind Actionspieler bekanntlich an vorderster Front dabei - und so schlüpfen Spieler in Damnation in die Rolle des Rebellen Rourke. Aus der Verfolgerperspektive zücken Spieler die futuristisch anmutenden Western-Waffen, plätten allerlei Gegner und erklimmen a la Lara Croft die weitläufigen Umgebungen. Hört sich nach einer interessanten Mischung an? Stimmt. Aber haben die Entwickler von Blue Omega Entertainment die Mischung auch schmackhaft gemacht? Nicht so ganz, denn Damnation mag sich zwischen Fisch und Fleisch nicht so recht entscheiden.

Mit Dampf befeuert

Rourke verfügt über drei Slots, die mit Waffen gefüllt werden dürfen - mehr Schießprügel mag er nicht mit sich herumtragen. Wie in anderen Third-Person Shootern läuft Rourke nicht ständig mit der Waffe in den Händen umher, um sie zu ziehen muss die rechte Mousetaste gedrückt und gehalten werden. Der Spieler schaut dem harten Kerl ab sofort über die Schulter und nimmt mit dem Fadenkreuz die Feinde aufs Korn. Dabei verschwindet allerdings ein großer Teil der Munition im Nirvana, denn irgendwie mögen die Waffen - sei es nun ein Revolver oder ein Maschinengewehr - nicht so recht dorthin schießen, wo das Fadenkreuz hinzeigt. Ein Deckungssystem gibt es leider nicht.

 

Damnation bietet einen alternativen Verlauf der US-Geschichte


Die Level sind mitunter sehr groß ausgefallen - und von Punkt A zu Punkt B gibt es eigentlich nie einen einfachen Weg. Kein Wunder, möchte Damnation doch ein Action-Adventure sein, das den Fokus des Spiels gleichermaßen auf Kampf und Kletterei legt. So klettert Rourke Vorsprünge hinauf, springt über Abgründe, hangelt sich an Wänden entlang, klettert Stangen empor und schießt dabei noch auf seine Feinde. Aber wie auch schon in Sachen Kampf gilt: Die Entwickler von Blue Omega Entertainment haben die Steuerung auf zu viele Tasten verteilt, als dass sie gut von der Hand gehen würde.

Von Rache getrieben

Das große Ausmaß der Schauplätze haben die Entwickler dazu genutzt, das Gameplay ein wenig aufzulockern. Denn nicht wie sonst in Actionspielen üblich gibt es alternative Wege und Abkürzungen um Gegner zu umgehen oder zu überraschen. Außerdem erlernt Rourke bald eine besondere Fähigkeit: Er kann seinen Geist einsetzen um Feinde sichtbar zu machen - auch durch Wände hindurch. Das ist aber gar nicht nötig, denn auch plötzlich auftauchende Widersacher sind kein Problem. Schuld daran ist die künstliche Intelligenz, die den Feinde jegliche Taktik und Deckung verweigert und so keine gute Figur macht.

 

In den Gefechten verfehlen zu viele Kugeln ihr Zielt


Auch in Sachen Steuerung haben es die Entwickler etwas zu gut gemeint - besonders was die Verteilung von Tasten angeht. Besonders die Bewegungen beim Klettern sind unkomfortabel verteilt und umständlich - was nicht selten auch mit einem Absturz endet. Glücklicherweise ist Damnation in diesem Punkt kulant und gesteht dem Spieler häufige, automatische Speicherpunkte zu - die Möglichkeit den Spielstand selbst zu sichern gibt es nicht. Hinzu kommt, dass die Steuerung der Mouse sehr nervös reagiert und die Schritte des Protagonisten für ein Action-Adventure zu groß sind - so wird das Positionieren und zielen schwer.

So weit das Auge reicht

Rourke ist niemals allein unterwegs. Neben einer üppigen, weiblichen Begleitung ist auch ein schießwütiges Mannsbild an seiner Seite, die sich beide automatisch ins Gefecht stürzen und klettern. Seltsamerweise schaffen sie aber Passagen, die Rourke mühsam mit fünf oder sechs Sprüngen absolvieren muss mit nur einem einzigen - was albern aussieht. Die Begleiter können aber auch in einem kooperativen Spielmodus von Menschenhand gesteuert werden, was die Zauberkräfte sofort verschwinden lässt. Außerdem kämpfen menschliche Mitstreiter sehr viel effektiver als das KI-Kollegium. Zudem gibt es noch diverse Deathmatch Varianten, die online spielbar sind.

 

Die Locations sind durchaus interessant - aber leider zu selten


Um Damnation zu befeuern entschieden sich die Entwickler für die Unreal 3 Engine - in der Regel eine gute Wahl. Damnation macht jedoch nicht allzu viel aus dem Grundgerüst. Von der Ferne sind die umfangreichen Locations nett anzusehen, aus der Nähe fallen hässliche Texturen ins Auge. Das Rebellen-Trio macht äußerlich noch etwas her, doch die übrige Bevölkerung des amerikanischen Westens glänzt durch Polygonarmut - passend dazu präsentieren sich die Animationen. Die musikalische Untermalung ist über weite Strecken gelungen, ebenso die engagierte deutsche Vertonung. Die akustische Umgebung lässt allerdings zu wünschen übrig.

Fazit:
Damnation hätte ein interessantes Western-Action-Adventure werden können - aber es hat nicht sollen sein. Dafür haben sich die Entwickler zu viele Schnitzer erlaubt, die das Gesamtbild trügen. Es fängt schon bei den zwei Gameplay-Elementen Klettern und Kämpfen an, denn beide sind nicht vollends ausgereift. Ein weiteres Problem ist die Steuerung, denn die Verteilung der Befehle ist zu oft einfach überladen. Weiter geht es mit einer dummen KI und einer betagten Grafik. Doch auch Damnation hat seine glanzvollen Momente: Die Weitsicht ist riesig, die Gestaltung der Locations ist nett anzuschauen und meist führen mehr als zwei Wege ans Ziel - außerdem gibt es einen kooperativen Spielmodus für die Kampagne.

 

Drucken | review | 08.06.2009, 21:12 | Tim Ahlert
  
Infoleiste

Hersteller
Vertrieb
Erscheinungstermin
 Mai 2009
Plattform
 PC
Kategorie/Genre
 Action-Adventure


Tops & Flops
große Weitsicht
alternative Routen
faire Speicherpunkte
kooperative Kampagne
betagte Grafik
umständliche Steuerung
störrische Kamera
dumme Gegner-KI

System-Vorraussetzungen
Minimal
2,8 GHZ Pentium / Athlon
1024 MB RAM
128 MB Grafikkarte
10 GB Festplattenspeicher

Optimal
Intel Core 2 Duo Prozessor
2048 MB RAM
512 MB Grafikkarte
10 GB Festplattenspeicher

Bewertungen
Grafik
65%
Sound
70%
Steuerung
55%
Atmosphäre
65%
Motivation
65%
Multiplayer
70%
Gesamtwertung: 65%

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