Ob Prügeln Spaß macht kann ich nicht beurteilen, bis jetzt hatte ich Glück und habe noch nie einen auf den Deckel bekommen. Wobei, wenn man Capcom und Street Fighter IV glaubt, dann macht es nicht nur gehörig Spaß sich gegenseitig zu vermöbeln, es sieht zudem auch noch verteufelt gut aus. Wir erinnern uns, Street Fighter IV wurde für PC und Konsolen angekündigt, erschien im Februar aber vorerst nur für die beiden Konsolen. Mittlerweile dürfen auch PC-Spieler mit Ryu, Blanka, Mr. Bison, E. Honda und Street Fighter-Konsorten aufeinander losgehen. Aber: Macht das ganze auch auf dem PC Spaß? Dumme Frage, einfache Antwort: Ja, auf jeden Fall!

Nächste Frage: Worum geht es in Street Fighter? Nächste dumme Frage, nächste schnelle Antwort: Ums Prügeln natürlich. Einen geschichtlichen Hintergrund braucht man bei Street Fighter IV also gar nicht zu suchen. Oder doch? Tatsächlich verfügt jeder der 25 spielbaren Charaktere des Prüglers über ein kurzes Intro- und Outro-Video, das zumindest Ansätze einer Story offenbart. Der indische Kämpfer Dhalsim will sein Dorf vor dem Hungertod retten, der brasilianische Grünling Blanka ist auf der Suche nach seiner Mutter. In Wirklichkeit geht es aber um geheime Projekte einer noch geheimeren Organisation. Das alles ist so geheim dass es an Informationen mangelt - storytechnisch wäre da mehr drin gewesen.
Tatsächlich würde aber niemand auf die Idee kommen bei Street Fighter IV nach einer Story zu fragen, sie ist also ohnehin nur Beiwerk. Und worauf kommt es an: Prügeln natürlich! Hat sich der Spieler zu Beginn der Kampagne für einen der Kämpfer entschieden gilt es zehn Kämpfe zu überstehen. Dabei stehen acht Schwierigkeitsgrade zwischen Kinderleicht und Profi zur Verfügung, außerdem unterschiedliche Zeitlimits und Rundenvorgaben. Auch wer noch niemals mit Mr. Bison, Ryu oder Blanka angetreten ist hat so zu Beginn des Prüglers kleine Erfolgserlebnisse, Profis können es sich entsprechend schwer einstellen.
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Die Kämpfer sind detailliert dargestellt - ebenso die Locations
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Das Kampfsystem von Street Fighter IV funktioniert nach dem gewohnten Prinzip. Auf sechs Tasten (wahlweise auf Gamepad oder Tastatur) werden unterschiedlich starke Schläge und Tritte ausgeführt oder gegnerische Angriffe geblockt. Zudem können Gegner gepackt und geschleudert oder mit Spezialangriffen bearbeitet werden. Alles funktioniert dank frei belegbarer Tasten sehr gut, alternativ kann für 70 Euro ein zusätzliches Eingabegerät erstanden werden, dass der Steuerung der Spielhallenautomaten nachempfunden wurde. Wer Retro-Flair möchte muss dies also teuer bezahlen.
Wer sich mit allen 25 Charakteren in der Kampagne 250 Kämpfe geliefert und gewonnen hat kann sich außerdem in verschiedenen Herausforderungen beweisen, die der Prügler dem Spieler stellt. Dabei gibt es allerlei abwechselungsreiche, aber auch bockschwere Aufgaben zu erledigen. Unter Zeitdruck müssen Gegner ausgeschaltet werden, die beiden Power-Balken sind die ganze Zeit gefüllt oder es wird mit unsichtbaren Spielfiguren angetreten. Der Schwierigkeitsgrad der Aufgaben ist allerdings schwankend, hauptsächlich werden hier Street Fighter-Veteranen angesprochen. Alle anderen müssen so lange üben, bis sie das Level erreicht haben.
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Chun-Li und Sakura machen sich gegenseitig die Hölle heiß
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Street Fighter IV ist eine stete Weiterentwicklung der bisherigen Street Fighter Spiele seit dem Beginn der Serie im Jahre 1987. Im Kampf füllt der Spieler durch Treffer oder erlittenen Schaden zwei Balken am unteren Bildschirmrand. Ist einer der beiden Balken gefüllt lässt sich die angesammelte Power in besonders mächtigen Ultra Combos entladen. Sie sind kompliziert, verpassen dem Gegenüber aber eine Menge Schaden. Alternativ kann die angesammelte Energie auch in entsprechend gepushten Versionen der Standart-Angriffe verpulvert werden. Street Fighter Veteranen kennen dieses System bereits aus Super Street Fighter II Turbo.
Drucken | review | 13.07.2009, 22:21 |
Tim Ahlert