Im November 1939 fiel das Deutsche Reich in Polen ein und überrannte das kleine Land, annähernd ganz Europa wurde im Zuge des Blitzkrieges eingenommen. Der Rest der Welt konnte natürlich nicht tatenlos zusehen und so zog bis 1945 ein verheerender Krieg herauf, der Millionen von Menschen das Leben kosten sollte. Eine Zeit für Helden – oder für alle die meinten, dies auf dem Schlachtfeld werden zu können. Doch was hat man davon das große Schlachten überlebt zu haben, um dann mit psychischen Problemen den Rest seines Lebens dahinzuvegetieren. Jeder Krieg fordert Millionen überlebender Opfer.

Die Geschichten dreier heldenmütiger Streiter erzählt die Action-Flug-Simulation Heroes Over Europe. Deutschland hat sich über fast ganz Europa ausgeweitet, da darf natürlich das britische Eiland nicht fehlen. Doch Winston Churchill ist anderer Meinung und versucht mit vereinten Kräften den mächtigen Feind vom eigenen Land fern zu halten. Und eben dies ist die Aufgabe des Spielers: Mit dem Steuerkreuz in der Hand geht es in die Luft über England, Frankreich und oder Deutschland um den Krauts zu beweisen, das Briten, Kanadier und Australier die besseren Kampfvögel sind.
| Vom Himmel hoch da komm ich her... |
Anno 2005 veröffentlichte Transmission Games bereits eine Flug-Simulation, die man als Vorgänger von Heroes Over Europe betrachten kann: Heroes Of The Pacific. Und wie vor vier Jahren pfeifen die australischen Entwickler auf Simulations-Realismus. Heroes Over Europe ist ein schnelles Actionspiel über den Wolken, Realismus in Sachen Handling, Reaktion auf Beschuss oder Luft-Crashs sucht man vergeblich. Gut so, denn die Gefechte von Heroes Over Europe spielen sich so zwar gradlinig und einfach, machen aber gerade wegen des niedrigen Anspruchs schnell Spaß – wenn auch nicht allzu lang.
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Die Küste von Dover muss vor deutschen Jägern beschützt werden
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Heroes Over Europe bietet entsprechend der drei Piloten drei Episoden, auf die sich 14 Missionen aufteilen. Und die fallen sehr unterschiedlich aus. An der Küste von Dover werden Funktürme vor deutschen Jägern beschützt, über dem in lodernden Flammen stehenden London werden deutsche Bomber vom Himmel geholt, eigene Bomber werden über das Feindesland eskortiert. Einige Einsätze führen auch über den Ozean, wo mit Raketen und Torpedos drei große Schlachtschiffe des Deutschen Reiches in ihr kaltes, nasses Grab geschickt werden – ebenso wie ihre geflügelten Begleiter.
| ...und dort oben knallt es gar sehr |
Ein Auftrag führt den Spieler mutterseelenallein weit hinter die feindlichen Linien: In Berlin findet zu Ehren des Führers eine große Parade statt – Fliegerstaffeln und Panzerbrigaden inklusive. Die Briten wollen die Feierlichkeiten versalzen und so soll der Spieler für etwas Aufregung, abstürzende Piloten und explodierende Panzer sorgen. Das lässt sich der kleine Adi natürlich nicht gefallen und deckt den Himmel über Berlin mit Flakfeuer ein. Kurz darauf beginnt eine rasante Sight-Seeing-Tour durch die Straßen der deutschen Hauptstadt um den Salven zu entkommen. Berlin mal anders…
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Ein imposanter Anblick: Das brennende London bei Nacht
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Wird eine Mission erfolgreich abgeschlossen gibt es zur Belohnung eine neue Maschine, die ab sofort im eigenen „Fuhrpark“ bereit steht. Vor (fast) jedem Einsatz hat der Spieler nämlich die Wahl in welches Cockpit er steigen möchte. Es sei denn es wird eine Maschine vorgegeben – es würde schließlich keinen Sinn machen ein Schlachtschiff mit MG-Salven versenken zu wollen. Die zur Verfügung stehenden Flugzeuge unterscheiden sich stark (und spürbar) in verschiedenen Punkten voneinander: Geschwindigkeit, Panzerung, Agilität, Bewaffnung und so weiter.
Drucken | review | 26.09.2009, 21:40 |
Tim Ahlert