Auf den von Kriegen erschütterten Planeten der Zukunft steht der größte Kampf der Menschheit unmittelbar bevor. Die Eliteeinheit der 8. Gepanzerten Infanteriedivision mit Spitznamen Section 8 rüstet zum Himmelfahrtskommando gegen eine aggressive Splittergruppe der Menschheit namens The Arm of Orion. Die Einheit besteht aus Kampf erfahrenen Kriegsveteranen, die allerdings allesamt einen kleinen Haken haben: aufgrund ihrer mentalen Unzuverlässigkeit wurden die Soldaten aus dem Dienst entlassen und in der Section 8 zusammengefasst.

Alex Corde ist Mitglied der Section 8, außerdem Held der Kampagne des Actionspiels. Zusammen mit einigen seiner Kollegen macht er sich auf die Splittergruppe aus dem Weg zu räumen - was in den folgenden vier kurzen Stunden der Kampagne auch der Fall ist. Dabei gilt es in verschiedenen Missionen feindliche Geschütze auszuschalten, Absturzstellen zu sichern oder Gebäude zu erobern - hauptsächlich Gebäude zu erobern. In Sachen Aufgaben beweist das Spiel wenig Kreativität, ständig wiederholen sich die Missionsziele - wenn auch mit unterschiedliche Hintergründen.
Auch in der Zukunft wird der Krieg noch am Erdboden ausgefochten, der Weg dorthin ist aber ein gänzlich neuer. In 15.000 Fuß Höhe schwebt das Schiff der Section 8 - und genau dort steigen die Krieger Richtung Planetenoberfläche aus. Rasend schnell geht es im Kampfanzug gen Erdboden, kurz vor dem Aufschlag muss der Spieler ein Bremse ziehen. Gesundheitliche Schäden gibt es ansonsten nicht, es dauert nur länger bis sich Alex wieder aufgerappelt hat. Sekunden die - zumindest im Mehrspieler-Modus - über Leben und Tod entscheiden können.
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In der Kampagne schlüpft der Spieler in die Rolle von Alex Corde
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In der Kampagne ist eine unsanfte Landung nicht weiter schlimm. Meist landet man ohnehin außerhalb des Sichtfeldes der Gegner, und sollten die Anhänger von The Arm of Orion doch einmal in der Nähe sein stört das auch nicht weiter. Schuld ist die künstliche Intelligenz der computergesteuerten Mannen - seien es nun Feinde oder Verbündete. Sonderlich zielsicher sind beide Parteien nicht, dafür stürzen sie sich immer wieder gerne schutzlos ins Gefecht und beißen entsprechend schnell ins Gras. Macht aber nicht, wer stirbt springt einfach erneut aus 15.000 Fuß ab.
Wichtiger als die Kampagne ist ohnehin der Mehrspieler-Modus. In den Matches gilt es ebenso Basen einzunehmen. Gewonnen hat aber nicht wer die Basis eingenommen hat und hält, sondern dasjenige Team das zuerst das Punktekonto füllt. Neben dem eigentlichen Ziel streut Section 8 in die Mehrspieler-Partien immer wieder zufällige Nebenmissionen ein: Datendiebstahl, Personenschutz oder Bombenentschärfung. Man sollte sich nicht stur auf die Basiseroberung konzentrieren da die Gegner durch die Nebenmissionen ebenfalls mächtig Punkte sammeln können, die schließlich knapp den Sieg kosten.
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Das Jetpack nützt im Kampf als auch beim schnellen Rückzug
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In den Mehrspieler-Gefechten macht auch der Sprung aus dem Schiff mehr Sinn, denn der Spieler kann sein Ego aus der Luft an nahezu jeder beliebigen Stelle aufschlagen lassen - natürlich auch hinter den feindlichen Linien. Am Anzug des Spielers befinden sich noch zwei weitere Technik-Spielereien: Mit einem Jetpack geht es für kurze Zeit in die Luft - ideal zum schnell Rückzug oder plötzlichen Angriffen, mit einem Geschwindigkeitsschub kann der Spieler rasend schnell lange Strecken auf dem Schlachtfeld zurück legen. Alle Features sind natürlich auch in der Kampagne einsatzbereit.
Vor dem Sprung auf das Schlachtfeld wählt der Spieler die gewünschte Klasse aus, wobei nur altbekannte Standartkost wie Soldat, Scharfschütze oder Techniker zum Einsatz kommen. Section 8 lässt dem Spieler aber die Freiheit die Klasse während des Gefechtes zu wechseln oder einfach nur die Ausrüstung auszutauschen. Durch Nebenmissionen, Eroberungen und Abschüsse sammelt der Spieler Geld, das in Kriegsgerät wie Panzer, Mech, MG-Türme und Versorgungsstationen investiert werden kann. Die Bestellung wird dann unverzüglich per Luftpost zugestellt - mitten auf das Schlachtfeld.
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Verschiedenes Kampfgerät steht zum Kauf bereit - etwa ein Mech
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Technisches Herz von Section 8 ist die Unreal 3 Engine, die ordentliche Arbeit leistet. Die Karten sind sehr weitläufig, der Sprung aus 15.000 Fuß ist beeindruckend, hübsche Effekte wie Explosionen gibt es en masse. Einige Animationen wirken allerdings recht unbeholfen, die Karten wirken stellenweise etwas zu trist. Die Explosionen sehen nicht nur toll aus, sie klingen auch so - sämtliche Waffeneffekte tönen kraftvoll aus den Lautsprechern. Für eine stimmige Untermalung des Geschehens sorgt der Soundtrack, der das Actionspiel in jeder Lage mit der passenden Stimmung versieht.
Section 8 setzt auf schnelle Mehrspieler-Gefechte - und macht dahingehend alles richtig. Per Pedes, mit Jetpack, Panzer oder Mech - die Auseinandersetzungen lassen sich den eigenen Wünschen entsprechend gestalten. Der Clou aber sind die Nebenmissionen, die die Partien unberechenbar und verdammt spannend machen. Von der Kampagne kann man das nicht behaupten, die bestenfalls als Aufwärmübung für den Mehrspieler-Part herhalten kann - von der Spielzeit kommt es ebenfalls hin. Den Aufgaben mangelt es an Abwechslung und die computergesteuerten Streiter stellen sich einfach zu doof an - da bemüht man doch lieber den Mehrspieler-Modus.
Drucken | review | 13.10.2009, 20:53 |
Tim Ahlert