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Star Wars: The Clone Wars - Republic Heroes

Der Kampf Gut gegen Böse in den Weiten des Alls nimmt einfach kein Ende - auch nach sechs Star Wars Filmen noch nicht. Immer noch versohlen sich die Jediritter und das Imperium gegenseitig mit Lichtschwertern den Hintern um zu sehen wer der Herrscher im endlosen All ist. Eine weitere Ausgeburt des Star Wars Imperiums ist Star Wars: The Clone Wars TV-Serie, in der sich die bekannten Helden ausnahmsweise in der Haut von computeranimierten Charakteren bekriegen. Das Actionspiel Star Wars: The Clone Wars - Republic Heroes stopft die Story-Lücken zwischen den beiden ersten Staffeln.



In allerlei Missionen sorgt der Spieler dafür, dass das Imperium seine Macht nicht ausweiten kann. Dabei kommen alle Charaktere der TV-Serie zum tragen, die den Real-Schauspielern nachempfunden wurden. So schlüpft der Spieler in die Rolle von Anakin Skywalker oder Obi-Wan Kenobi und lässt die Laser-Klinge kreisen, in der Rolle eines Klonkriegers kommen verschiedene Schusswaffen zum Einsatz. Dabei wird der Spieler immer mindestens von einem weiteren computergesteuerten Charakter begleitet, etwa dem jungen Padawn Ahsoka. Diese Rolle kann jederzeit von einem zweiten Spieler übernommen werden.

Hohe Selbstmordrate

Das Gameplay von Star Wars: The Clone Wars - Republic Heroes ist schnell erklärt: Egal in welcher Heldenrolle der Spieler durch die virtuelle Welt zieht, es stellen sich ihm ganze Massen an Widersachern in den Weg. Anakin Skywalker macht mit dem Laserschwert und allerlei Angriffs-Kombos Schrott aus den letzten Überresten der Droidenarmee, die Klonkrieger bedienen sich dafür eines umfangreichen Waffenarsenals, das von einfachen Laserwaffen über Raketenwerfern bis hin zu Thermaldetonatoren reicht. Beide Heldengattungen haben aber eines gemein: Die Handhabung funktioniert nicht einwandfrei.

 

Anakin und Ahsoka schweben mit STAP-Mopeds


Eine freie Kamera gibt es in Star Wars: The Clone Wars - Republic Heroes nicht, der Spieler beobachtet das Geschehen aus einem festen Winkel. Per WASD-Tasten wird das virtuelle Ego umher navigiert, die beiden Maustasten dienen für Aktionen und Angriffe. Einen nicht geringen Teil der Jedi-Abschnitte machen auch mehr oder weniger kleine Sprung- und Klettereinlagen aus - und die sind das wahre Problem. Springt Obi-Wan Kenobi in Richtung eines Rohres heißt das noch lange nicht dass er auch darauf landet, denn dank des meist unglücklichen Kamerawinkels springen die Helden immer wieder in den sicheren Tod. Glücklicherweise gibt es viele Rücksetzpunkte.

Kontrolle der Macht

Im Vergleich ist die Handhebung der Klonkrieger angenehm: Sie laufen und springen umher, visieren feindliche Droiden an und feuern. Jediritter haben es nicht so leicht. Für die nötigen Angriffe sind oft Tastenkombinationen nötig, die das Spiel vorher zwar durch Meister Yoda atmosphärisch erklärt, die aber aufgrund der Tastenbelegung kompliziert auszuführen sind. Hinzu kommt die große Zahl der verschiedenen Kampf-Kombos. Hat man die letzte Kombination samt der nötigen Tasten verinnerlicht möchte ein Gegner aber mit einer früher erlernten Kombo niedergestreckt werden - doch die hat man schlicht vergessen.

 

Als Klonkrieger geht es mit Laserwaffen zur Sache


Ab und an geht es auch auf verschiedenen Vehikeln in die Schlacht gegen das Imperium. Schon früh im Spiel steigen Anakin und seine Padawn-Begleitung Ahsoka auf STAP-Mopeds und flitzen durch das Star Wars Universum. Problem hierbei ist aber auch die Navigation: Per Fadenkreuz und Maus wird nicht nur die Schuss- sondern auch die Flugrichtung bestimmt, allerdings kommt man sich sehr oft selbst ins Gehege, da mit den WASD-Tasten eigentlich ein ganz anderer Weg um die Gegner herum vorgesehen war. Der Steuerung merkt man die Abstammung von der Konsole deutlich an.

Klonkrieger im Klonkrieg

Die Gegner lassen sich aber manchmal nicht einfach per Laserschwertfuchtelei aus dem Weg schaffen, hier bedarf es schwererer Geschütze. Ein Doppelsprung befördert flinke Jedis etwa auf den Kopf eines Droiden, in dem bald die Klinge des Lichtschwertes steckt. So kann der Spieler den Droiden steuern und gegen die eigenen Einheiten einsetzen. Für alle geplätteten Widersacher sammelt der Spieler Punkte, die im Menü in einem Store eingetauscht werden können. So kämpft sich Obi-Wan Kenobi bald mit einem Indiana Jones Fedora auf dem Kopf durch die Reihen der feindlich gesonnenen Droiden.

 

Mit dem Lichtschwert können Droiden gesteuert werden


Star Wars: The Clone Wars - Republic Heroes basiert nicht nur auf der gleichnamigen TV-Serie, die Entwickler wollten das Erlebnis auf den Spieler übertragen. Und so zeigt sich auch das Spiel in der hübschen Comic-Optik, alle Charaktere aber mit den typischen Merkmalen der Schauspieler. So sind Charaktere und Schauplätze zwar schön anzusehen, allerdings mangelt es ein wenig an Details. Dafür gibt es aber umso mehr knallige Effekte. Dank offizieller Lizenz kommt die originale Star Wars Musik zum Einsatz, außerdem entsprechen alle Sprecher denen der TV-Serie.

Fazit:
Star Wars: The Clone Wars - Republic Heroes stammt von der Konsole - und das ist unverkennbar. Steuerung und Kameraführung sind nicht für Maus und Tastatur ausgelegt, dementsprechend oft wählen Klonkrieger und Jediritter den Freitod oder verbiegen sich bei Kombinationen die Finger. Trotzdem macht das Actionspiel auch auf dem PC Spaß - und das liegt vor allem an den hübschen Kämpfen. Mit dem Laserschwert werden Droiden in der Mitte geteilt, die Klonkrieger mähen ganze Reihen der mechanischen Widersacher um. Wer gern selbst einmal in die Rolle der Helden der gleichnamigen TV-Serie schlüpfen möchte darf zugreifen, ansonsten ist Probespielen angesagt.

 

Drucken | review | 09.11.2009, 22:01 | Tim Ahlert
  
Infoleiste

Hersteller
Vertrieb
Plattform
 PC
Kategorie/Genre
 3D-Action


Tops & Flops
schicke Effekte
30 Missionen
Sprecher der TV-Serie
kooperativer Modus
miese Steuerung
schlechte Kameraführung
öde Sprungabschnitte

System-Vorraussetzungen
Minimal
3 GHZ Pentium / Athlon
1024 MB RAM
256 MB Grafikkarte
7 GB Festplattenspeicher

Optimal
Intel Core 2 Duo Prozessor
2048 MB RAM
512 MB Grafikkarte
7 GB Festplattenspeicher

Bewertungen
Grafik
70%
Sound
80%
Bedienung
47%
Atmosphäre
70%
Motivation
65%
Multiplayer
70%
Gesamtwertung: 67%